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Mozilla-Entwickler mit eigener Browser-Distribution

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Unter dem Namen Beonex Communicator 0.6 bietet der Mozilla-Entwickler Ben Bucksch eine Alternative zum heute veröffentlichten Netscape 6 an. Bucksch hat den aktuellen Mozilla-Quellcode zur von ihm so genannten "Beonex-Distribution" neu zusammengeschnürt und stellt ihn sowohl in Source-Form als auch fertig kompiliert für Windows32 und Linux auf seiner Homepage zur Verfügung.

"Im Grunde genommen ist es Netscape 6 ohne die Netscape-spezifischen Elemente wie Instant Messenger oder die vorkonfigurierbare Sidebar", sagt Bucksch. Alles, was Netscape aus dem Mozilla-Projekt Milestone 18 (neuerdings: "Mozilla 0.6") übernommen habe, sei auch in Beonex enthalten – nur eben noch ein bisschen mehr. Sein Produkt sei für alle gedacht, die zwar lieber das Mozilla-Original benutzen, aber nicht mit den Entwickler-Versionen arbeiten wollen.

Bucksch möchte mit Beonex insbesondere Firmen ansprechen. Netscape vernachlässige den Firmensupport, und in diese Bresche will er springen. So soll es demnächst einen kommerziellen Firmensupport für Beonex geben. Auch Spezifika, die in größeren Firmennetzwerken vonnöten seien, aber weder von Netscape noch von Mozilla beachtet würden, möchte er implementieren. So sei beispielsweise eine LDAP-Unterstützung für Beonex in Entwicklung.

Die offene Entwicklergemeinde Mozilla arbeitet mit dem 1998 freigegebenen Source-Code des Netscape-Browsers. Netscape, mittlerweile von AOL übernommen, hatte die Verwendung der Quellen unter die "Netscape Public Licence" (NPL) gestellt. Diese Lizenz erlaubt es Entwicklern wie Bucksch, einzelne Teile des Mozilla-Codes auch kompiliert selbst weiter zu verbreiten. Große Teile des von vielen hundert Entwicklern geschriebenen Codes verwendete Netscape in seinem neuen Browser. (hob)

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