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Mozilla-Konferenz: Plädoyers für besseren Code im Web

Mit seiner "View Source"-Konferenz will Mozilla Webentwicklern und Gestaltern die Techniken von heute und morgen nahebringen. In Berlin plädierten nun die ersten Redner für besseren Code – nicht nur zugunsten der Nutzer.

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Mozilla-Konferenz: Plädoyers für besseren Code im Web

(Bild: Herbert Braun)

Bei seiner dreitägigen Konferenz View Source erkundet Mozilla in Berlin "die Grenzen des offenen Web sowohl aus einer technischen wie aus einer Design-Perspektive". Nachdem es am Montagabend mit "Ignite Talks" losging, gibt es auf der von Google, GitHub und dem W3C gesponserten Veranstaltung am Dienstag und Mittwoch zahlreiche Vorträge sowie Demo-Präsentationen.

Zum Einstieg sprach jedoch Hadley Beeman, die sowohl für das W3C wie für die britische Regierung arbeitet, über die gesellschaftliche und politische Dimension des offenen Web. Mit "Design für Nicht-Designer" versuchte Tracy Osborn, Entwicklern die Scheu vor der Gestaltung zu nehmen. Mit einfachen Grundregeln etwa bei der Auswahl von Farben und Fonts ließe sich bereits viel erreichen.

Estelle Weyl, bekannt als standardista.com, hat nichts gegen Frameworks an sich – aber die Entwickler sollten nicht ein halbes Dutzend auf einmal verwenden und vor allem die Grundlagen ihres Jobs kennen. Andernfalls entstehe oft unsemantischer Code, der Benutzer mit Einschränkungen (sei es eine Sehbehinderung oder ein kaputtes Touchpad) ausschließe. Auch die Performance gehe in den Keller: In den vergangenen sechs Jahren sei eine durchschnittliche Webseite um den Faktor 3,5 gewachsen.

In eine ähnliche Richtung argumentierte die Mozilla-Mitarbeiterin Belen Albeza, nur bezogen auf CSS-Frameworks, die sie lieber durch Standard-CSS-Features wie Flexbox ersetzt sähe. Weitere Vorträge und Sessions beschäftigen sich etwa mit Web-Typographie, ECMAScript 6 oder Progressive Web Apps, die mit Offline-Modus, Benachrichtigungen etc. in manchen Szenarien native Apps ersetzen können – wie man an der Konferenz-Website selbst erkennen kann. (Herbert Braun) / (mho)

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