Menü

Mozilla baut "Do not track" in 11. Beta von Firefox 4 ein

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 135 Beiträge
Von

Die Mozilla-Entwickler haben die elfte Betaversion des kommenden Open-Source-Webbrowsers Firefox 4 zum Download vorgelegt. Sie enthält das Verfahren "Do not track", bei dem der Nutzer festlegen kann, dass er nicht über Cookies beim Websurfen weiterverfolgt wird. Außerdem haben die Entwickler die Performance und Stabilität verbessert, teilt Mozilla mit.

Firefox 4.0b11 liegt für Windows, Mac OS X und Linux in diversen Sprachen vor, darunter auch Deutsch. Als nächstes ist ein Release Candidate für den Webbrowser geplant. Das genaue Erscheinungsdatum liegt aber anscheinend noch nicht fest, bisher ist noch von "early 2011" die Rede.

Online-Werbenetze setzen Cookies, um Surfer wiederzuerkennen und ihnen maßgeschneiderte Werbung zu präsentieren (Behavioral Targeting). Diese können sich dagegen wehren, indem sie die Cookies löschen, das Setzen von Cookies deaktivieren oder ein sogenanntes Opt-out-Cookie setzen lassen. Allerdings muss der Surfer hier von sich aus aktiv werden und sich mit der Technik auseinandersetzen. Durch das Verfahren "Do Not Track", das auch von der US-Kontrollbehörde Federal Trade Commission (FTC) favorisiert wird, legt der Nutzer nur einmal fest, dass er nicht via Werbung weiterverfolgt werden will. In Firefox 4 erledigt er das in den erweiterten allgemeinen Einstellungen. Danach sendet der Browser bei jedem Seitenaufruf einen http-Header, der seinen Wunsch signalisiert, nicht verfolgt zu werden.

Kurz nachdem im Januar Mozilla-Mitarbeiter laut über die Unterstützung dieses Datenschutzstandards für Werbenetze nachgedacht haben, legte Google für seinen Webbrowser Chrome eine Erweiterung namens Keep My Opt-Outs vor. Sie stellt die personalisierte Werbung aller Online-Werbenetze ab, die sich dem Selbstregulierungsprogramm der Werbeindustrie angeschlossen haben. Dabei ermöglichen es die Werbenetze, dem Tracking für Werbezwecke an zentraler Stelle zu widersprechen. Dann wird ein – anonymes – Cookie gesetzt, mit dem der Betreiber eines Werbenetzes erkennt, dass der Surfer nicht verfolgt werden will. Wenn der Surfer allerdings seine Cookies komplett löscht, dann löscht er auch die Opt-out-Cookies. Dann erfahren die Werbevermarkter nichts mehr von dem Opt-out-Wunsch und beginnen wieder, den Surfer zu verfolgen. Dieses Problem soll durch das von Mozilla und Google eingesetzte Verfahren gelöst werden. (anw)