Menü

Mozilla fühlt dem Internet den Puls

Wie gesund ist das Internet? Dieser Frage geht die Mozilla-Stiftung mit dem heute veröffentlichten Statusbericht der Internetgesundheit im Detail nach.

von
vorlesen Drucken Kommentare lesen 32 Beiträge
Mozilla fühlt dem Internet den Puls

Bösartige Fake-News, massenhaft unsichere Geräte, erodierender Datenschutz und nicht zuletzt der Cambridge-Analytica-Skandal (obwohl er eher zu Facebook gehört): Es steht nicht alles zum Besten im Internet. Welches die größten Probleme sind und wie sie zusammenhängen, erforscht der von der Mozilla-Stiftung in Auftrag gegebene Statusbericht der Internetgesundheit (Internet Health Report). Der Bericht konzentriert sich aber nicht nur auf Negatives, sondern beschreibt auch positive Entwicklungen und Projekte, in beiden Fällen unterfüttert durch Daten.

Wie schon in der erste Vorabversion 2017 erschließt der Bericht die Frage "Wie gesund ist das Internet?" mit fünf Teilfragen: Ist es sicher? Wie offen ist es? Wer ist willkommen? Wer kann erfolgreich sein? Und: Wer kontrolliert es?

In vielen Texten und Statistiken geht der Report dahin, wo es weh tut: unsichere Passwörter, Internetsperren, Netzneutralität oder die Dominanz der Social-Media-Konzerne Facebook, Tencent und Google. Dazwischen gibt es auch erfreuliche Entwicklungen: So stieg der Anteil verschlüsselter Webseitenaufrufe innerhalb eines Jahres von 50 auf fast 70 Prozent, und die Zahl der Menschen weltweit mit Zugriff aufs Internet wächst stetig – trotz großer Unterschiede, die mit den vergleichsweise hohen Kosten in armen Ländern zu tun haben. Einige "Spotlight"-Artikel ergänzen den Health Report, etwa mit Texten zur katastrophalen Sicherheitslage bei IoT-Geräten, zu Fake-News-Produzenten oder zur zunehmenden Zentralisierung.

Also: Alles ist schlecht und machen kann man eh nichts? Wer dieser Meinung ist, dem gibt der Health Report zum Abschluss ein paar Ideen mit, wie er oder sie selbst zu einem gesünderen Internet beitragen kann. Der Internet Health Report liegt in deutscher Sprache vor und kann im PDF- oder ePub-Format kostenlos heruntergeladen werden. (Herbert Braun) / (dbe)

Zur Startseite
Anzeige