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Mozilla kündigt Marktplatz für offene Web-Apps an

In Mozillas eigenem App-Store sollen Entwickler ihre HTML5-Apps vermarkten können. Andere Marktplätze findet Mozilla zu beschränkt, was die Freiheiten der Benutzer und Entwickler beschneide und Innovationen hemme.

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Von
  • Jo Bager

Die Mozilla-Stiftung will auf dem Mobile World Congress in Barcelona einen eigenen Marktplatz für Web-Apps eröffnen. Entwickler sollen dort ihre Apps vermarkten, die auf Basis von quelloffenen Web-Technologien wie HTML5, JavaScript und CSS entwickelt wurden. Für Verbraucher soll der Marketplace allerdings erst "später in diesem Jahr" offen stehen.

Viele Einzelheiten verrät Mozilla noch nicht. Die Stiftung verspricht Entwicklern aber "offene und flexible Abrechnungsoptionen". Außerdem soll die Plattform die Kosten für die Entwicklung, Versionierung und Pflege von Applikationen massiv senken helfen und "einen bisher beispiellosen direkten Draht" zu den Kunden ermöglichen. Mozilla hat dafür neue Progarmmierschnittstellen entwickelt und beim W3C zur Standardisierung eingereicht.

Benutzern soll ein neues ID-System die Kontrolle über ihren Content geben und Apps – statt wie woanders an ein Gerät oder eine Plattform – an den Nutzer binden. Das MozillaWiki enthält ein paar mehr Einzelheiten. Einmal gekaufte Apps sollen sich auf den meisten HTML5-fähigen Geräten nutzen lassen.

Andere Marktplätze findet Mozilla zu beschränkt, was die Freiheiten der Benutzer und Entwickler beschneide und Innovationen hemme. "Mit der Entwicklung der fehlenden Puzzleteile erschließt Mozilla das volle Potential des Internets als Plattform für das standortunabhängige Entwickeln und den Konsum von Inhalten", sagt Todd Simpson, Chief of Innovation bei Mozilla. (jo)