Mozillas Manifest für ein besseres Internet

Die Firefox-Schmiede Mozilla Foundation formuliert zehn Thesen für ein besseres Internet und plädiert für Offenheit und Partizipation.

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Von
  • Volker Briegleb

"Das Internet ist ein integraler Bestandteil des modernen Lebens". Diese tiefe Erkenntnis stellt die Chefin der Mozilla Foundation, Mitchell Baker, einer Sammlung von Grundprinzipien voran, die sie das "Mozilla Manifest" nennt. Das nun der Öffentlichkeit als "Version 0.9" präsentierte Papier umfasst zehn Leitsätze über das Internet, denen sich die Mozilla Foundation verschrieben hat. Andere sollen dem Beispiel nun folgen und so dabei helfen, das Internet als offene Plattform zu erhalten und zu einem noch besseren Ort zu machen.

Das Internet ist eine offene Plattform und muss dies auch für alle bleiben, dabei aber stets die Sicherheit aller Nutzer garantieren, fordert die Foundation. Gleichzeitig sollte es das Leben seiner Nutzer bereichern und ihnen die Möglichkeit geben, ihre eigenen Erfahrungen zu machen und einzubringen. Kompatible Protokolle und Formate sowie der Einsatz offener Software sollen sicherstellen, dass das Internet als öffentliche Informationsquelle weiterentwickelt wird. Wichtig sind den Manifest-Autoren auch transparente Entscheidungsprozesse, um das Vertrauen der Nutzer zu stärken und sie zur Partizipation anzuregen. Im Internet soll ein Gleichgewicht zwischen kommerziellen und öffentlichen Interessen hergestellt werden.

Diese Prinzipen sollen nun auf verschiedene Weise verinnerlicht und vorangetrieben werden. Die Mozilla Foundation will daran arbeiten und fordert andere Individuen und Institutionen auf, dem Beispiel zu folgen. Mit der Schrift reiht sich der Gekko in eine lange Tradition berühmter und sehr unterschiedlicher Manifest-Autoren ein, die von Marx/Engels über die Dadaisten oder Valerie Solanas bis zu Ted Kaczynski und dänischen Dogmatikern reichen. Das Manifest ist nicht das erste aus dem Firefox-Umfeld. Bereits 2001 hatten die Entwickler ein "Mozilla 1.0 Manifest" zur Entwicklung des Mozilla-Browsers veröffentlicht. Damals ging es noch um Software. (vbr)