Multimedia-Handy funkt in GSM- und UMTS-Netzen

Motorola hat das erste Handy für UMTS vorgestellt, das als Triband-Gerät auch in bestehenden GSM-Netzen zurechtkommt.

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Von
  • Rudolf Opitz

Das US-amerikanische Unternehmen Motorola will zur CeBIT das erste Handy für den Mobilfunk der dritten Generation UMTS (Universal Mobile Telecommunications Service) vorstellen, das auch mit den bisherigen GSM-Netzen arbeitet. Als Triband-Gerät funktioniert das A820 ebenso mit dem amerikanischen 1900-MHz-Mobilfunk.

Für kommende Multimedia-Anwendungen hat Motorola das UMTS-Handy mit einem TFT-Display ausgestattet, das bei einer Auflösung von 176 × 220 Pixeln bis zu 4096 Farben darstellen kann. Desweiteren soll das A820 den Multimedia Messaging Service (MMS) unterstützen sowie Audio- und Videostreaming beherrschen. Über eine als Zubehör angebotene Kamera zum Aufstecken (siehe Bild) lassen sich Fotos mit VGA-Auflösung oder auch Videos aufnehmen und per MMS versenden. Für den Zugang zum Internet will der Hersteller einen WAP-2.0-Browser einsetzen.

Den Kontakt zu anderen Endgeräten wie Notebooks oder PDAs stellt das Mobiltelefon über USB- oder RS232-Kabel, Infrarot oder per Funk über die eingebaute Bluetooth-Schnittstelle her. Will man das Daten-Handy als Funkmodem zum Surfen einsetzen, so stellt das A820 eine Verbindung über den GSM-Datendienst GPRS (General Packet Radio Service) zur Verfügung, solange kein UMTS-Netz vorhanden ist. Per GPRS kann das Motorola-Handy Empfangsraten von bis zu 53,6 kBit/s erreichen, in der ersten Ausbaustufe des zukünftigen UMTS-Netzes werden Datenraten von bis zu 384 kBit/s erwartet. Das theoretische Maximum im Endausbau liegt bei 2 MBit/s.

Das Betriebssystem des A820 unterstützt Suns Java 2 Micro Edition (J2ME), so dass man Java-Anwendungen, vor allem aber Spiele auf das Handy laden kann -- ein Bereich, in dem Motorola sich stark engagiert. Für musikalische Unterhaltung unterwegs soll der integrierte MP3-Player sorgen. Um Platz für Multimedia-Inhalte zu schaffen, lässt sich der Speicher des Handys mittels MMCs (Multimedia Cards) oder SD-Karten (Secure Digital) erweitern. Ein Lithium-Polymer-Akku soll die mobile Datenzentrale mit einer Ladung bis zu 200 Stunden in Bereitschaft halten oder für bis zu 2 Stunden Gesprächszeit sorgen. Motorola hofft, das A820 im dritten Quartal dieses Jahres auf den Markt zu bringen; einen Preis konnte der Hersteller noch nicht nennen. (rop)