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Murdoch will Premiere angeblich in Sky Deutschland umbenennen

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Premiere-Großaktionär Rupert Murdoch, dessen News Corp seit der jüngsten Kapitalerhöhung 30,5 Prozent der Premiere-Aktien hält, will den Münchner Pay-TV-Sender in "Sky Deutschland" umbenennen. Dies berichtet dpa unter Berufung auf Branchenkreise. "Die Marke Premiere ist tot", sagte der Medienmogul im Gespräch mit der Presseagentur. Die Umbenennung des Senders in Sky Deutschland solle auf der Hauptversammlung Ende Juni beschlossen werden. Premiere-Unternehmenssprecher Torsten Fricke wollte den Bericht auf Nachfrage von heise online nicht bestätigen.

In einem Prospekt, den Premiere anlässlich der Kapitalerhöhung herausgegeben hatte, hieß es jedoch, dass das Geschäft des Senders nicht von dem Markenzeichen Premiere abhängig sei, sodass eine Umbenennung durchaus im Bereich des Möglichen wäre. In der vergangenen Woche kursierte zudem das Gerücht von einen bevorstehenden Zusammenschluss mit der britischen BSkyB, an der News Corp 39 Prozent hält.

Börsenexperten warnen, dass Premiere bei einer Umbenennung Abschreibungen von über 330 Millionen Euro drohten. Ob dies oder Gewinnmitnahmen nach einem zwischenzeitlichen Kursanstieg um neun Prozent dank des BSkyB-Gerüchts Ursache dafür war, dass die Premiere-Aktie am Freitag um zwei Prozent nachgab, ist laut boerse.ARD.de unklar. (vza)

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