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Musikabgleich von Google Music baut *piep*

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Der Online-Abgleich von Google Music soll Probleme mit Musikstücken haben, die Kraftausdrücke enthalten. Damit Anwender ihre Musiksammlung nicht zeitraubend komplett hochladen müssen, überprüft der Google Play Music Manager, welche lokal vorliegenden Stücke bereits in Googles eigenem Reservoir vorliegen und greift dann auf diese zurück. Wie Apples Dienst iTunes Match nutzt hierfür wohl auch Google digitale Fingerabdrücke, die nur ein Stück des Tracks berücksichtigen.

Insbesondere in den USA sind von Schimpfwörtern gesäuberte Versionen von Pop-Alben verbreitet. Das ist vor allem auf Großhandelsketten wie Walmart zurückzuführen. Diese weigern sich, Alben mit Schimpfwörtern in ihre Regale zu stellen. Kraftausdrücke werden deshalb mit Piepsern überlagert, rückwärts wiedergegeben oder ganz ausgeblendet. So gibt es diverse Songs und Alben in zwei Versionen: "Clean" und "Explicit".

Jetzt melden Anwender von Google Music in den USA, dass sie nach dem Datenabgleich von anderen Geräten aus nur noch zensierte Versionen der Stücke aus ihren Sammlungen zu hören bekommen. Aber auch das Gegenteil scheint vorzukommen: Lokal in "sauberem" Zustand vorhandene Titel werden mit deren "versauten" Pendants abgeglichen – was einige Eltern womöglich in Erklärungsnot bringt.

Bei Apples Musikabgleich-Service iTunes Match berichteten Anwender zum Start von ähnlichen Phänomenen. Apple hat das Problem offenbar mittlerweile im Griff – mutmaßlich durch eine Ausweitung des zu analysierenden Musikbereichs. Ursprünglich verglich der Dienst die Stücke nur anhand der ersten 30 Sekunden. (ghi)

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