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Musikindustrie verwarnt Tauschbörsen-Nutzer

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Der Lobby-Verband der deutschen Musikwirtschaft will Internet-Nutzer über die legalen Möglichkeiten für Musik im Internet und über kommerzielle Online-Dienste informieren. Außerdem möchte die IFPI die User darüber aufklären, welche rechtlichen Gefahren sich beim nicht lizenzierten Anbieten von Musik im Internet ergeben.

Dazu stellen die deutschen Phonoverbände eine neue Website online: pro-musicorg.de soll sich nach dem Willen der Branche zur Anlaufstelle für alle entwickeln, die sich über Musik im Internet informieren wollen. Gleichzeitig aber startet der Verband eine Kampagne gegen Anbieter in Tauschbörsen: Sie sollen künftig direkt verwarnt werden.

In dem Schreiben, das über die Messaging-Funktionen der Tauschbörsen-Software verschickt werden soll, heißt es unter dem Titel "Warnung wegen Urheberrechtsverletzungen" nach der freundlichen Anrede "Hallo Musikfan", dass Musik urheberrechtlich geschützt sei und die Rechteinhaber oder -verwerter dem Angesprochenen keine Genehmigung erteilt hätten, die Musik im Internet anzubieten. "In Ihrem eigenen Interesse machen wir Sie darauf aufmerksam, dass unautorisierte Musikangebote im Internet gegen das Urheberrechtsgesetz verstoßen. Urheberrechtsverletzungen können sowohl Schadensersatzforderungen als auch strafrechtliche Sanktionen zur Folge haben. Wir fordern Sie dringend auf, die Musiktitel nicht Dritten zur Verfügung zu stellen", kommt der Musikverband dann zur Sache.

Insgesamt sei der Zweck der Initiative, "die Diskussionen über Onlineangebote von Musik mit Fakten zu bereichern", meinte Gerd Gebhardt, Chef der deutschen Phonoverbände. Bereits Anfang des Jahres hatten die Verbände der Musikindustrie in einer weltweiten Aktion Unternehmen vor dem angeblichen "Sicherheitsrisiko Tauschbörse" gewarnt. (jk)