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Musikmarkt wächst um 3,6 Prozent – Streaming beschleunigt Abschied der CD

Der Bundesverband der Musikindustrie hat die Halbjahreszahlen für 2016 veröffentlicht und attestiert, dass der Streaming-Markt wächst und die CD verdrängt.

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Musik, Lautsprecher, Urheber

Um insgesamt 3,6 Prozent habe der deutsche Musikmarkt im ersten Halbjahr 2016 zugelegt, teilte der Bundesverband der Musikindustrie in Berlin mit. Hauptverantwortlich sind Streamingdienste wie Spotify. Die Streamingdienste haben mit einem Marktanteil von 24,4 Prozent inzwischen auch Downloads abgehängt. Diese sind nur für 14 Prozent des Umsatzes verantwortlich.

(Bild: BMVI)

Die CD bildet zwar noch immer „das Rückgrat des Musikmarktes“, hat aber deutlich verloren. Laut dem Verband hat die CD einen Marktanteil von 52,3 Prozent. Das sind 9,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Grund für den Rückgang sind wohl die erfolgreichen Streaming-Anbieter.

Die Schallplatte kann auch einen kleinen Boom für sich verbuchen: Von 3,1 Prozent im Vorjahr stieg der Anteil auf 4,3 Prozent. Physische Medien bilden mit 60,4 Prozent noch immer den Löwenanteil des Marktes.

Die Digitalisierung des Musikmarktes ist auch ein wichtiges Thema für den Vorstandsvorsitzenden des BVMI Dieter Gorny: „Mit den aktuellen Zahlen deutet sich an, dass wir sogar noch schneller auf eine verstärkte Digitalisierung zusteuern als bisher angenommen. Gerade weil sich Musik immer mehr in den digitalen Raum verlagert, ist es wichtiger denn je, die Rahmenbedingungen für die Kreativen und ihre Partner schnellstmöglich zu klären und der Realität anzupassen.“

Der Musikmarkt setzt damit den erfolgreichen Kurs des Jahres 2015 fort. Damals was der Markt um 3,1 Prozent gewachsen und die Industrie machte erstmals seit 2009 wieder einen Umsatz von mehr als 1,5 Milliarden Euro. (mls)

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