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Musikstreaming: Spotify stoppt Russland-Expansion

Der Musikstreaming-Dienst Spotify wird vorerst nicht in Russland online gehen. Begründet wurde der Schritt mit der schwierigen politischen und wirtschaftlichen Lage des Landes. Zudem sollen neue Internetgesetze zu der Entscheidung beigetragen haben.

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Spotify

(Bild: dpa, Ole Spata)

Die Einführung des Musikstreaming-Diensts Spotify in Russland wurde von dem schwedischen Unternehmen gestoppt. Leiter des russischen Ablegers von Spotify sollte Alexander Kubaneishvili werden. In einem Brief an seine Partner spricht er über die Gründe des Stopps, wie der Independent und BBC Russia melden.

Zu der Entscheidung sollen die unsichere politische und wirtschaftliche Lage des Landes beigetragen haben. Nach Angaben Kubaneishvilis sollen zudem neue Internet-Gesetze eine entscheidende Rolle gespielt haben. Russland befindet sich durch den gefallenen Ölpreis und den Kursverlust des Rubels in einer Wirtschaftskrise. Dazu kommen der andauernde Ukraine-Konflikt und die damit verbundenen Sanktionen des Westens. Seit mehreren Monaten steht die zunehmend repressive Internetgesetzgebung Russlands in der Kritik.

Spotify ist einer der weltweit erfolgreichsten Musikstreaming-Dienste. Im Januar 2015 zählte das Unternehmen 60 Millionen Nutzer, von denen 15 Millionen ein kostenpflichtiges Abonnement besitzen. (mre)

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