Menü

Musikstreaming im Test: Apple Music stolpert hinterher

Apple hat mit iTunes den Musik-Download überhaupt erst salonfähig gemacht. Ob der Konzern jetzt beim Musik-Streaming verlorenes Terrain von Spotify, Deezer & Co. zurückgewinnen kann, zeigt ein Test von 10 Diensten in der aktuellen c't.

vorlesen Drucken Kommentare lesen 128 Beiträge

Den Start von Apple Music hätte der Konzern kaum länger hinauszögern können: Die Download-Zahlen im iTunes-Shop sind rückläufig. Steil nach oben hingegen zeigt die Kurve der Streaming-Nutzer bei Spotify, Deezer & Co. In diesem Geschäft will Apple jetzt auch mitmischen, bietet aber der Konkurrenz genug Angriffsfläche, wie ein Test zeigt: c't hat in der aktuellen Ausgabe 10 Music-Streaming-Dienste unter die Lupe genommen.

Fast alle Kataloge der Musikdienste umfassen mehr als 30 Millionen Titel. Deezer, Google, Napster und Spotify führen außerdem eine erkleckliche Zahl an Hörbüchern. Doch Tidal und Qobuz bieten bessere Soundqualität als Apple, Spotify und Deezer die besseren Apps zum Stöbern. Alle Dienste außer Apple Music lassen sich zudem direkt über den Browser ansteuern, bei Apple Music muss man außerhalb der Apps iTunes benutzen. Und Android-Nutzer müssen noch bis Herbst auf eine App für Apple Music warten.

Walkthrough: Apple Music

Derzeit überschlagen sich die Anbieter mit Angeboten. Alle Dienste bieten ihre Flatrates nach einer kostenlosen Probephase im monatlichen Abo zum branchenüblichen Preis von 10 Euro an. Deezer, Rdio und Spotify lassen sich auch in einer Gratis-Version mit Werbeeinblendungen nutzen. Google bietet ähnlich wie Apple zusätzlich zum Streaming Download-Möglichkeiten und einen Abgleich des heimischen Musikkatalogs mit dem Musikspeicher in der Cloud: Bis zu 50.000 Titel kann man bei Google in die Cloud laden, ohne eigens Speicherplatz kaufen zu müssen.

Mit einem speziellen Angebot will Apple Familien an seinen Dienst binden: Zum Familienpreis von 15 Euro können bis zu 6 Personen Apple Music nutzen. Nutzt man das Angebot voll aus, kommt man auf einen Abo-Preis von 2,50 Euro pro Person – billiger bekommt man es sonst nirgendwo. Derzeit ist beim Musikstreaming der Kunde König. Was die Musiker dazu sagen, steht auf einem anderen Blatt.

Mehr dazu lesen in der aktuellen Ausgabe 16/2015 von c't:

(db)