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NASA: Bemannte Testflüge mit US-Raumkapseln ab April 2019

Die bemannte US-Raumfahrt will wieder aus eigener Kraft ins All. Derzeit bringen nur die russischen Sojus-Kapseln Menschen zur Internationale Raumstation.

Blaue Kugel mit NASA-Schriftzug, dahinter Palmen

(Bild: Daniel AJ Sokolov)

US-Raumkapseln sollen im kommenden Jahr wieder Astronauten ins All bringen. Die Entwicklung amerikanischer Raumschiffe nähere sich diesem Ziel, teilte die NASA in einem Blogeintrag mit. US-Präsident Donald Trump feierte in einem Tweet bereits das Wiedererstarken der amerikanischen Raumfahrt.

Die Raumfahrtbehörde kündigte für April bemannte Testflüge in Zusammenarbeit mit dem Luftfahrtunternehmen SpaceX an. Mitte des Jahres 2019 will sie solche Flüge zusammen mit dem Unternehmen Boeing testen. Damit würde die NASA unabhängig von russischen Sojus-Kapseln werden. Seit dem Auslaufen des amerikanischen Space-Shuttle-Programms sind diese die einzigen, die Menschen zur Internationale Raumstation ISS bringen können.

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Trump sprach in seinem Tweet von einem "großen Comeback" der NASA unter seiner Regierung. "Wir haben die größten Anlagen der Welt und jetzt erlauben wir es dem Privatsektor, für deren Benutzung zu zahlen", twitterte der US-Präsident. "Aufregende Dinge geschehen. Space Force!"

Die Raumschiffe sollen bis zu vier Astronauten einer NASA-Mission ins All bringen. Seit 2014 arbeitet die NASA mit den Unternehmen zusammen, um einen eigenen Zugang zur Internationalen Raumstation ISS zu haben und andere mögliche "erdnahe Orbit-Ziele" zu erreichen, schreibt sie auf ihrer Website.

Die gesamte Crew für die Testflüge mit den Raumschiffen von Boeing und SpaceX: Sunita Williams, Josh Cassada, Eric Boe, Nicole Mann, Christopher Ferguson, Douglas Hurley, Robert Behnken, Michael Hopkins, Victor Glover [v.l.n.r.]

(Bild: NASA)

Die Besatzung für den Testflug mit SpaceX' Dragon: Victor Glover (links) und Mike Hopkins

(Bild: NASA)

Am Freitag teilte die NASA mit, dass die US-Astronauten Mike Hopkins und Victor Glover für den SpaceX-Flug ausgewählt wurden. Hopkins verbrachte nach Angaben der Weltraumbehörde bereits 166 Tage auf der ISS und nahm dabei auch an zwei Außeneinsätzen teil. Für Glover werde es dagegen der erste Flug ins All sein.

Die Besatzung für den Testflug mit Boeings Starliner: Josh Cassada (links) und Suni Williams

(Bild: NASA)

Für die Boeing-Mission wurden Suni Williams und Josh Cassada ausgewählt. Williams hat 322 Tage im All verbracht und an sieben Außeneinsätzen teilgenommen. Insgesamt benannte die NASA neun Astronauten, die mit Boeing und SpaceX ins All fliegen sollen.

Bereits für Ende 2018 plant NASA zusammen mit Boeing und SpaceX unbemannte Testflüge. (dpa) / (jk)

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