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NASA: Jupitersonde Juno hat noch mehr Probleme

Zuerst waren es Triebwerksprobleme nun hat sich die Jupitersonde Juno selbst in den Ruhezustand versetzt. Noch wissen die Ingenieure der NASA nicht, was genau das Problem ist – bis das nächste wichtige Manöver ansteht, bleibt aber noch Zeit.

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Künstlerische Darstellung Junos über dem Jupiter

(Bild: NASA)

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Die Jupitersonde Juno der NASA hat sich am gestrigen Mittwoch in einen Ruhezustand versetzt, nachdem offenbar ein Analysegerät einen Neustart des Computers an Bord ausgelöst hat. Das berichtet die US-Weltraumagentur und versichert gleichzeitig, dass sich die Sonde während des gesamten Vorgangs und auch danach so verhalten habe, wie vorgesehen. Die hohe Übertragungsrate bei der Kommunikation mit der Erde sei wiederhergestellt worden und nun würden weitere Diagnosen vorgenommen. Die wissenschaftlichen Instrumente blieben derweil abgeschaltet.

Junos Wechsel in den "Safe Mode" folgt damit nur wenige Tage auf ein Triebwerksproblem, das eine für Mittwoch geplante Kurskorrektur verhindert hatte. Beide Probleme stehen laut NASA nicht miteinander in Verbindung. Eigentlich sollte Juno sein Triebwerk zünden, um seine Umlaufbahn von einer Umlaufzeit von 53,4 Tagen auf rund 14 Tage zu verringern. Wegen Problemen mit zwei Ventilen wurde das Manöver aber auf den 11. Dezember verschoben. Noch versuchen die Ingenieure demnach, das zugrundeliegende Fehlverhalten zu verstehen.

Trotz dieser Probleme hat Juno aber bereits eine ganze Reihe von Daten zur Erde gesandt, die derzeit ausgewertet werden und zum Verständnis des größten Planeten unseres Sonnensystems beitragen. So habe man bereits ermittelt, dass das Magnetfeld und die Polarlichter stärker sind, als bislang gedacht. Erste Blicke unter die Wolkendecke des Gasriesen hätten außerdem gezeigt, dass die charakteristischen Streifen auch dort existierten, aber je nach Schicht verändern.

Jupiter-Sonde Juno (25 Bilder)

Der Große Rote Fleck
(Bild: NASA / SwRI / MSSS / Gerald Eichstädt / Seán Doran)

(mho)