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NASA: Kein global gefährlicher Asteroid auf Kollisionskurs mit der Erde

Astronomen finden immer mehr Asteroiden, die sich der Erde nähern. Die größten – die eine immense globale Katastrophe verantworten könnten – sind wohl gefunden.

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NASA: Kein global gefährlicher Asteroid auf Kollisionskurs mit der Erde

(Bild: J. Major)

Die NASA ist überzeugt, alle erdnahen Asteroiden entdeckt und katalogisiert zu haben, die groß genug sind, um "beachtliche globale Zerstörungen" anzurichten – wie jener, der für das Aussterben der Dinosaurier verantwortlich war. Keiner davon sei aber auf einem Kollisionskurs mit der Erde.

Das schließe aber nicht aus, dass ein großer Komet vom Rand des Sonnensystems die Erde treffen könnte – nach einer Vorwarnzeit von nur wenigen Monaten. Das geht aus einem Bericht zum aktuellen Stand der Erforschung erdnaher Objekte hervor, den mehrere US-Behörden für die US-Regierung erstellt haben. Darin heißt es auch, dass wohl rund ein Drittel der geschätzten 25.000 erdnahen Asteroiden mit einem Durchmesser von mehr als 140 Metern entdeckt sind. Die können immerhin noch ganze Regionen oder Kontinente verwüsten.

Die vermutete Anzahl erdnaher Asteroiden verschiedener Größen und wie viele davon entdeckt sind.

(Bild: NASA Planetary Defense Coordination Office)

Wie die Autoren schreiben, wurde die NASA 2005 vom US-Kongress angewiesen, bis 2020 mindestens 90 Prozent dieser Asteroiden von mindestens 140 Meter Durchmesser zu finden. Auch wenn die Zahl der katalogisierten Himmelskörper dieser Kategorie sich seitdem verdreifacht habe, reichten die gegenwärtigen Kapazitäten lediglich aus, um bis 2033 insgesamt ungefähr die Hälfte dieser Objekte zu finden. Deshalb werden in dem Bericht fünf strategische Ziele formuliert, die zur Reduzierung des Risikos eines Einschlags erreicht werden sollen.

So müssten die Fähigkeiten zur Entdeckung, Beobachtung und Charakterisierung erdnaher Asteroiden verbessert werden. Auch die Modelle für NEOs ("near-earth objects", erdnahe Objekte) sollten verfeinert werden. Weiterhin müssten Techniken zur Umlenkung gefährlicher Objekte entwickelt und die internationale Kooperation in Bezug auf die Vorbereitung für den Ernstfall verbessert werden. Schließlich müssten Protokolle für den Notfall ausgearbeitet werden. All das wäre mit vergleichsweise wenig Aufwand zu leisten, könnte die Vereinigten Staaten aber drastisch besser auf einen möglichen Einschlag vorbereiten. (mho)

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