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NASA: Klimawandel erhöht die Gefahr von Flächenbränden

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Angesichts großer Waldbrände in den USA hat die NASA darauf hingewiesen, dass die Gefahr solcher Naturereignisse in diesem Jahrhundert aufgrund des Klimawandels kontinuierlich steigen wird. Das liege nicht direkt an erwarteten höheren Temperaturen, sondern daran, dass der Frühling immer früher anfangen werde. Dadurch dass immer früher im Jahr Regen statt Schnee falle, wachse mehr Gras, das im Sommer austrockne und Futter für die Brände liefere. Das sei nur eines der Ergebnisse der kontinuierlichen Erdbeobachtung durch die eigenen Satelliten.

Fast überall in Nordamerika wird die Feuergefahr deutlich steigen.

Die Forscher, die sich hier auf die kontinentale USA beziehen, erklären, der Klimawandel wird in Bezug auf Großfeuer mehrere Konsequenzen haben. So werde der Zeitraum länger, in dem Feuer zu erwarten sind, die gefährdeten Areale würden größer und die Frequenz solch extremer Ereignisse wie in diesem Jahr werde zunehmen. Es sei möglich, dass diese Veränderungen in Nordamerika bereits begonnen haben. Besonders betroffen seien die Großen Ebenen (Great Plains) und der obere Mittelwesten (Upper Midwest).

Seit mehr als einem Jahrzehnt sucht die NASA mit Instrumenten an Bord von Terra und Aqua, zwei "Flaggschiffen unter unserer Erdbeobachtungssatelliten" nach Großbränden auf der Erdoberfläche. An Bord beider Satelliten ist das Moderate Resolution Imaging Spectroradiometer (MODIS) dafür zuständig und die Koordinaten aktiver Feuer würden weltweit an die zuständigen Stellen geschickt. Der 2012 gestartete Wettersatellit Suomi NPP soll diese Beobachtungen fortführen und intensivieren.

Besonders Nordamerika und Australien waren im letzten Jahrzehnt besonders von intensiven Bränden betroffen.

(mho)