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Telepolis

NASA-Kritiker warten mit Verschwörungstheorie auf

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Hat die NASA jahrzehntelang Geheimnisse über den Mond für sich behalten?

Geschichten über verschworene Bruderschaften, Schätze, die jahrhundertelang geheim gehalten werden und militärische Sperrgebiete, in denen sich seit Jahren Außerirdische aufhalten sollen, haben die Menschheit schon immer fasziniert. Jetzt hat es ein Buch an die Bestseller-Spitze in den USA geschafft, das die Öffentlichkeit über ein anderes Geheimprojekt informieren will. Diesmal geht es um die US-Raumfahrtbehörde NASA, die laut den Autoren von "Dark Mission: The Secret History of NASA" den Bürgern jahrzehntelang Informationen über spektakuläre Funde der US-Astronauten auf dem Mond verheimlicht haben soll.

Im Nationalen Presseklub in Washington wollen am heutigen Dienstag der Dark-Mission-Verfasser Richard Hoagland sowie der frühere Foto- und Daten-Manager des NASA-Mondprogramms, Ken Johnston, antreten, um über solche angeblichen Funde zu referieren, die auch der Grund für das neue Wettrennen zum Mond sein sollen, das sich die USA, Russland, Japan, China und Indien liefern. Die Astronauten der Apollo-Missionen hätten bei ihren Mondlandungen zwischen 1969 und 1972 unter anderem Strukturen entdeckt und im Bild festgehalten, die an Ruinen erinnern würden, die nicht natürlichen Ursprungs seien, heißt es.

Johnston, früher Leiter des "Data and Photo Control Department" im Lunar Receiving Laboratory (LRL) der NASA, will darüber aussagen, wie Vorgesetzte ihn angewiesen hätten, einzigartige Dokumente der Apollo-Missionen zu vernichten, statt sie anderen wissenschaftlichen Einrichtungen zur Verfügung zu stellen. Was er aber offenbar nicht getan hat: Die Thesen will Johnston mit Originalaufnahmen belegen, die in den vergangenen Jahrzehnten in seinem Besitz waren. Über einen Vergleich mit offiziellen Bildern soll der Beweis geführt werden, dass die NASA die Öffentlichkeit die ganze Zeit an der Nase herum geführt habe.

Bei der letzten Apollo-Mission sollen die Astronauten zudem einen Beleg für eine "außerordentlich hochentwickelte Technologie" zur Erde zurückgebracht haben. Es soll sich dabei um eine "künstliche Steuerung der Gravitation" handeln. Auch wenn sich der Auftritt der NASA-Kritiker letztlich als Hokuspokus entpuppt – den Verkauf von "Dark Mission: The Secret History of NASA" dürften sie damit weiter angeheizt haben. Und Johnston kann Zuwendungen besonders gut gebrauchen: Nach Bekanntwerden seiner Beteiligung an der NASA-Enthüllungsgeschichte wurde er in der vergangenen Woche vom Jet Propulsion Laboratory (JPL) freigestellt, wo er für das angesehene Solar System Ambassador Program tätig war. (pmz)

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