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NASA: Röntgenteleskop Chandra forscht wieder, Hubble noch nicht

Zwei Weltraumteleskope hatten in den letzten Wochen Probleme mit den wichtigen Kreiselstabilisatoren. Bei der Behebung kommen die Ingenieure voran.

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NASA: Röntenteleskop Chandra arbeitet wieder, Hubble noch nicht

Auch bei Hubble gibt es Probleme.

(Bild: NASA/ESA)

Bereits am Wochenende hat das NASA-Röntgenteleskop Chandra seine wissenschaftliche Arbeit wieder aufgenommen. Vorher war das Forschungsinstrument in den Sicherheitsmodus gewechselt, weil ein Fehler in einem der Kreiselstabilisatoren (Gyroskopen) für falsche Daten gesorgt hatte. Zur Sicherheit hatte das Weltraumteleskop daraufhin die Arbeit weitestgehend eingestellt und auf Kommandos von der Erde gewartet.

Das Team auf der Erde hat daraufhin das eingesetzte Gyroskop gewechselt und die neue Konfiguration getestet. Als sie ihre Funktionsfähigkeit unter Beweis gestellt hat wurde die Rückkehr zur normalen Arbeit vorbereitet und schließlich eingeleitet, schreibt die NASA nun. Jetzt soll der Kreiselstabilisator noch feinjustiert werden, bevor ein Software-Update hochgeladen wird. Die Gyroskope sind für die Arbeit im All unerlässlich, da Weltraumteleskope mit den Geräten ihre Ausrichtung einstellen können.

Probleme mit einem Gyroskop hatte zuletzt auch das weltberühmte Weltraumteleskop Hubble. Bei diesem Instrument hatte ebenfalls ein Stabilisator nicht richtig funktioniert und einen Wechsel in den Sicherheitsmodus verursacht. Nach ausgiebigen Tests haben die Ingenieure den Stabilisator schließlich neugestartet, konnten dadurch aber keine Verbesserung feststellen. Daraufhin leiteten sei eine Reihe von Manövern ein, um eine mögliche Blockade zu lösen. Das scheint gefruchtet zu habe, schreibt die NASA. Jetzt sollen eine Reihe von Tests Klarheit schaffen.

Sollte das Problem tatsächlich behoben worden sein, könnte Hubble auch in Zukunft mit drei Gyroskopen in der idealen Konfiguration betrieben werden. Wenn das doch nicht klappt, soll es nur noch von einem Stabilisator ausgerichtet werden – der zweite bliebe dann in Reserve. Das würde die wissenschaftliche Arbeit nur begrenzt einschränken, könnte die Laufzeit aber deutlich verlängern. In beiden Fällen soll das Weltraumteleskop bis weit in die 2020er Jahre hinein Bilder des Weltalls machen können.

Weltraumteleskop Hubble (105 Bilder)

Der Affenkopfnebel im Orion
(Bild: ESA/Hubble)

(mho)