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NASA-Rover Curiosity erforscht marsianische Seenlandschaft

Seit Monaten forscht der Mars-Rover Curiosity der NASA direkt an den Hängen des Bergs Aeolis Mons, wo mehrere Sedimentschichten aufeinander liegen. Die Wissenschaftler meinen nun, dass hier einst Seen existierten – und das für geraume Zeit.

NASA-Rover Curiosity: Hinweise auf Seenlandschaft auf dem Mars

Curiosity und der Berg Aeolis Mons

(Bild: NASA/JPL-Caltech/Malin Space Science Systems )

Auf dem Mars könnte einst ein Klima geherrscht haben, in dem an vielen Orten Wasserseen entstanden und über lange Zeit bestehen blieben. Zu dieser Schlussfolgerung kommen zumindest NASA-Wissenschaftler angesichts der gesammelten Erkenntnisse des Mars-Rovers Curiosity. Wie sie nun mitteilten, deuten Beobachtungen darauf hin, dass Aeolis Mons (Mount Sharp) – der Berg, den Curiosity derzeit erforscht – aus Sedimenten besteht, die über Jahrmillionen in einem großen See angehäuft wurden. Eine mögliche Erklärung wäre, dass einst eine viel dichtere Atmosphäre die Temperaturen auf dem Mars über den Gefrierpunkt gehoben hat.

Aeolis Mons ist ein Berg in dem Krater Gale und das eigentliche Forschungsziel des Rovers Curiosity. Er ist mehrere Tausend Meter hoch und besteht aus verschiedenen Schichten, wobei sich jene abwechseln, die von einem See, Flüssen und Wind aufgetragen wurden. Die Forscher sind nach eigenen Angaben nun dabei, das Rätsel, wie er entstanden ist, zu lösen. Curiosity erforscht dazu gerade die tiefsten Sedimente des Berges, eine Schicht, die 150 Meter hoch ist und Murray getauft wurde. Die sei durch Flüsse gebildet worden, die Sand und Schlick in einer Mündung angeschwemmt haben, erklären sie. Später habe der Wind die Formation abgeschliffen und geformt.

Curiosity ist seit mehr als zwei Jahren auf der Oberfläche des Mars unterwegs. Auf seiner langen Reise überquerte er die Grenze einer Landschaft, die einst von Flüssen geprägt wurde zu einer, auf der sich Seen gebildet hatten, teilten die Forscher nun mit. Im September hatte er Aeolis Mons erreicht, wo er nun den Untergrund untersucht. Er werde sich jetzt langsam am Berg hoch arbeiten. Die Wissenschaftler geben sich gespannt, was die Sedimente über die Seen verraten, die sich hier einst bildeten und wieder verschwanden. Man hoffe auch, dass die Erkenntnisse über diese Seen mehr Einblicke in den einstigen Zustand der Atmosphäre geben.

(mho)

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