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NASA-Sonde New Horizons: Eisberge auf Plutos Stickstoff-Gletschern

Wie auf der Erde gibt es auf dem Zwergplaneten Pluto offenbar Eisberge, nur bewegen die sich auf anderem Untergrund. Sie werden von den riesigen Stickstoff-Gletschern verschoben und bilden lange, fließende Hügelketten, meinen NASA-Forscher.

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NASA-Sonde New Horizons: Eisberge auf Plutos Stickstoff-Gletschern

Die Eisberge bilden langgezogene Linien.

(Bild: NASA/JHUAPL/SwRI)

Pluto-Mission New Horizons

Fast zehn Jahre lang flog die NASA-Sonde New Horizons zum Pluto. Als erste Sonde überhaupt passiert sie den Zwergplaneten, um ihn aus der Nähe zu erforschen.

Auf Plutos Gletschern aus gefrorenem Stickstoff gibt es zahlreiche Erhebungen, die wohl aus Wassereis bestehen, also große Eisberge, die über die markante Ebene Sputnik Planum geschoben werden. Das jedenfalls meinen die Wissenschaftler der NASA auf den Bildern zu erkennen, die die Sonde New Horizons bei ihrem Vorbeiflug am Pluto vergangenes Jahr geschossen hat.

Die Eisberge könnten von den Bergen am Rande der Ebene abgebrochen sein und von dem langsam fließenden Stickstoff weggetragen werden, erklären sie. Dann würden sie in langen Ketten zusammengeschoben, die bis zu 20 Kilometer breit sind. Das alles sei nur ein weiteres Beispiel für die "faszinierende und reiche geologische Aktivität" auf dem Zwergplaneten, ordnen sie die Entdeckung ein.

New Horizons war am 14. Juli 2015 nach neun Jahren Flug am Pluto vorbeigerast und hatte mit allen Instrumenten jede Menge Daten gesammelt. Die werden seitdem zur Erde übermittelt, was aufgrund der sehr geringen Bandbreite Monate dauert. Für die Wissenschaftler bedeutet das eine stetig wachsende Menge an Daten, die noch unzählige Erkenntnisse über den Himmelskörper am Rande des Sonnensystems bereit halten dürften.

Pluto-Sonde New Horizons (67 Bilder)

Plutos Oberfläche
(Bild: NASA/Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory/Southwest Research Institute)

(mho)