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NASA: Sonnenteleskop IRIS liefert erstes Detailfoto

Die NASA hat ein erstes Bild veröffentlicht, das das Sonnenteleskop IRIS aufgenommen hat. Es zeigt die Atmosphäre der Sonne in bisher unerreichter Detailschärfe und enthüllt dadurch unzählige dünne Strukturen sowie große Unterschiede bei Temperatur und Dichte, auch zwischen benachbarten Regionen. Von den Aufnahmen der 180 Kilogramm schweren Sonde erhoffen sich die Forscher neue Erkenntnisse über die Regionen der Sonne, in der die UV-Strahlen entstehen, die auch Einfluss auf das Klima der Erde haben.

Die Aufnahme von IRIS mit der bislang erreichten Auflösung zum Vergleich

(Bild: NASA/SDO/IRIS)

IRIS (Interface Region Imaging Spectrograph) soll nun mindestens zwei Jahre lang Bilder von der Übergangsregion zwischen Photosphäre und Korona liefern. Untersucht werden sollen einige noch rätselhafte Beobachtungen, etwa die dass in einigen Bereichen der Sonne knapp 6000 Grad Celsius herrschen, anderswo aber eine Million. Anlässlich des Missionsbeginns vor wenigen Wochen hatten Forscher erklärt, dass über den untersuchten Bereich unseres Sterns noch wenig bekannt sei.

Vergleich der Auflösung des Solar Dynamics Observatory (SDO) mit der von IRIS

Der Satellit der NASA war Ende Juni von der Vandenberg-Basis aus an seine Position gebracht worden, aber nicht mit einer Rakete sondern mit einem Flugzeug vom Typ "Stargazer". Es warf die Pegasus-Rakete mit IRIS in 12.000 Metern Höhe ab, woraufhin diese gezündet wurde. Eine halbe Stunde später war IRIS an seiner finalen Position betriebsbereit. Angesichts der ersten empfangenen Bilder zeigte sich der leitende IRIS-Forscher Alan Title begeister: "Das ist genau das, was wir uns erhofft hatten." (mho)

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