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NASA beklagt Verlust einer Experimental-Rakete

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27 Sekunden nach dem Start explodierte die Experimental-Rakete ALV-X1.

(Bild: NASA)

Die US-Raumfahrtbehörde NASA, die zuletzt angekündigt hatte, die Zeitpläne für das neue Mond- und Marsprogramm der USA unter anderem wegen technischer Schwierigkeiten verschieben zu müssen, sucht weiter nach der Ursache für den Fehlstart einer zweistufigen Experimental-Rakete, die am Freitag nach lediglich 27 Sekunden Flugzeit vor der Küste von Virginia explodiert war (Video). Die von Alliant Techsystems (ATK) entwickelte Rakete ALV-X1 kam nach dem Liftoff von der Wallops Flight Facility offenbar deutlich vom Kurs ab, weshalb in einer Höhe von rund dreieinhalb Kilometern der Selbstzerstörungsmechanismus der Rakete ausgelöst wurde. NASA-Angaben zufolge kann nicht ausgeschlossen werden, dass Trümmerteile auch auf bewohntes Gebiet fielen. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, die giftigen Raketenreste nicht zu berühren.

Modell der neuartig geformten Wiedereintrittskapsel, das im All ausgesetzt werden sollte.

(Bild: NASA)

Laut Alliant Techsystems, das im vergangenen November von der NASA mit der Entwicklung der unteren Stufe der neuen Trägerrakete Ares I für das US-Raumfahrtprogramm Constellation betraut worden war, wurden bei ALV-X1 verschiedene "neue und proprietäre Technologien" getestet. An Bord der 17 Meter hohen Rakete waren zwei experimentelle Nutzlasten: Hy-BoLT (Hypersonic Boundary Layer Transition), das Informationen zu neuen Design-Möglichkeiten bei mit mehrfacher Schallgeschwindigkeit fliegenden Flugkörpern liefern sollte, sowie das Versuchspaket SOAREX-VI (Sub-Orbital Aerodynamic Re-Entry Experiments), das unter anderem das Modell einer neuartig geformten Wiedereintrittskapsel enthielt, welches nach dem Aussetzen im All zur Erde segeln sollte. (pmz)