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.NET für Linux: Mono 1.0 ist da

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Die Novell-Tochter Ximian hat die endgültige Version von Mono 1.0 veröffentlicht. Ziel der Open-Source-Implementierung des .NET-Framework (zurzeit der Version 1.1) ist es, .NET-Programme unter verschiedenen Betriebssystemen entwickeln und ausführen zu können. Derzeit funktioniert das unter Unix-Derivaten wie Linux, Solaris und Mac OS X sowie unter Windows 2000 und XP -- wenn auch noch nicht ganz fehlerfrei, wie eine Liste der bekannten Bugs zeigt.

Mono 1.0 implementiert den vollen Umfang der ECMA-standardisierten Laufzeitumgebung CLI und enthält einen optimierenden Just-in-Time- sowie einen Ahead-of-Time-Compiler für den Zwischencode Intermediate Language (IL). Auch der mitgelieferte C#-Compiler entspricht dem ECMA-Sprachstandard. Bei den höheren APIs fährt Mono immer noch zweigleisig: Microsoft-kompatibel ist man derzeit bei Web-Anwendungen (ASP.NET) und beim Datenbankzugriff (ADO.NET). Für GUI-Programme gibt es zunächst nur ein Mono-eigenes API namens Gtk# und eine Anbindung an die Vektorgrafik-Bibliothek Cairo. In diesem Code-Zweig befinden sich außerdem Schnittstellen zu etlichen Datenbanken, zum Verzeichnisprotokoll LDAP und zur Integration von Web-Applikationen.

Mono 1.0 gibt es als vorkompilierte Binaries für Suse Linux 9 und 9.1, Red Hat 9, Suse Linux Enterprise Server (SLES 8), Fedora Core 1 und 2 sowie Mac OS X. Außerdem lassen sich diverse Quellcode-Pakete von den Mono-Seiten herunterladen. (ola)