NRW-Landesverwaltung stellt auf Microsofts Office 2003 um

Microsoft hat den Zuschlag für die Ausstattung der PC-Arbeitsplätze der Landesverwaltung Nordrhein-Westfalen erhalten.

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Von
  • Jürgen Kuri

Microsoft hat den Zuschlag für die Ausstattung der PC-Arbeitsplätze der Landesverwaltung Nordrhein-Westfalen erhalten. Der Softwarekonzern stattet insgesamt 110.000 Computer-Arbeitsplätze mit der jüngsten Ausgabe des hauseigenen Office-Pakets Office 2003 aus, erklärte die deutsche Niederlassung von Microsoft in München: "Wir freuen uns außerordentlich, dass sich Nordrhein-Westfalen als größtes deutsches Bundesland mit seinen rund 110.000 PC-Arbeitsplätzen zum Vorreiter eines modernen E-Government macht", kommentierte Wolfgang Branoner, der als Direktor Public Sector bei Microsoft Deutschland Kunden aus der öffentlichen Verwaltung direkt betreut.

Das Land habe auf Grund bestehender Verträge sehr günstige Konditionen aushandeln können, sagte NRW-Innenminister Fritz Behrens (SPD), ohne weitere Details zu nennen. Nordrhein-Westfalen sei das einzige Land, das konsequent alle Arbeitsplätze mit einer einheitlichen Software ausgestattet habe, meinte Behrens: "In Zeiten knapper Kassen können wir durch diese vorausschauende Vertragsgestaltung unseren Standard noch verbessern."

Microsoft hatte auf Verwaltungsebene in den deutschen Kommunen in der Vergangenheit heftigen Gegenwind durch Anbieter von Open-Source-Software wie Linux bekommen. Kritiker erwarten vom Einsatz alternativer Software eine größere Unabhängigkeit von einzelnen Herstellern, günstigere Preise und eine größere Datensicherheit. Zuletzt hatte sich der Münchner Stadtrat gegen den Einsatz von Microsoft-Produkten entschieden; in München soll auf den rund 14.000 städtischen Computern Linux zum Einsatz kommen. Frankfurt/Main dagegen entschied sich im Mai dieses Jahres für Microsoft-Software und unterzeichnete mit dem Konzern einen Rahmenvertrag.

Auf Bundesebene gibt es einen Rahmenvertrag zwischen Microsoft und dem Innenministerium, der der öffentlichen Verwaltung die Beschaffung von Microsoft-Produkten zu Sonderkonditionen ermöglicht. Einen vergleichbaren Vertrag hat das Bundesinnenministerium allerdings auch mit IBM geschlossen, um offene Computerbetriebssysteme und Software in der öffentlichen Verwaltung zu fördern. (jk)