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NS-Opfer-Anwalt plant Sammelklage gegen Spielehersteller

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Der Münchner Rechtsanwalt Michael Witti, durch die Vertretung ehemaliger NS-Zwangsarbeiter in den USA bekannt, will die Hersteller so genannter Killer-Spiele vor den Kadi bringen. Laut einem Bericht von Spiegel-Online rechnet Witti mit der Möglichkeit, dadurch Schadensersatzansprüche für die Opfer des Erfurter Amokschützen durchzusetzen. Neben den Spieleproduzenten sollen auch die Hersteller von Waffen und Gewaltvideos auf die Anklagebank.

Witti räumt allerdings ein, dass er mit einer Sammelklage in Deutschland juristisches Neuland beschreitet. Ein schneller und sicherer Erfolg sei somit nicht gewährleistet. Aber es gebe einige Ansatzpunkte und Unterstützung auch von Rechtswissenschaftlern. Er habe Kontakt mit bisher drei möglichen Mandanten und hoffe, dass er bald mit einer größeren Gruppe von Geschädigten und Hinterbliebenen Musterprozesse führen könne, zitiert Spiegel Online den Münchner Anwalt weiter. (em)

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