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NSA-Affäre: Auch Microsoft will wohl internen Traffic verschlüsseln

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Wohl aus Angst, dass die NSA auch in globale Kommunikationsverbindungen von Microsoft eingebrochen ist, will der Konzern offenbar den eigenen Datenverkehr verschlüsseln. Das berichtet die Washington Post unter Berufung auf Personen, die Einsicht in die Pläne haben. Grund für dieses Vorhaben seien demnach die Berichte, dass die NSA direkt den internen Datenfluss von Google und Yahoo anzapft, zwei Unternehmen mit ähnlicher globaler Infrastruktur.

Neue, zuvor nicht veröffentlichte Dokumente des NSA-Whistleblowers Edward Snowden würden nun auch nahelegen – aber nicht beweisen – dass Microsoft in ähnlicher Weise Ziel derartiger Angriffe ist. Erwähnt werden darin der E-Mail-Dienst Hotmail und der Chatdienst Windows Live Messenger. In einer ebenfalls enthüllten internen E-Mail steht direkt neben Google und Yahoo der ehemalige Microsoft-Dienst Passport.

Mit den Plänen, über die im Verlauf dieser Woche entschieden werden soll, würde Microsoft unter anderem Google folgen. Angestellte hatten ihre Meinung über das Vorgehen der NSA mit deutlichen Worten ausgedrückt und angekündigt, die angegriffenen Datenflüsse künftig zu verschlüsseln. Diese Schritte könnten die Überwachungsmaßnahmen von Regierungen, aber auch Privatunternehmen und Kriminellen auf Jahre hin erschweren, zitiert die Zeitung Experten. (mho)

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