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NSA-Chef Keith Alexander will angeblich Anfang 2014 zurücktreten

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Der NSA-Chef Keith Alexander wird nach acht Jahren im Amt Anfang 2014 von seinem Posten zurücktreten. Das berichtet der britische Guardian unter Berufung auf Vertreter der US-Regierung. Demnach wird darüber hinaus Alexanders ziviler Stellvertreter Chris Inglis bereits zum Ende dieses Jahres aus dem Amt scheiden. Von dem US-Geheimdienst wurde die Meldung bislang nicht kommentiert. Als Nachfolger für den mächtigen Geheimdienstchef werde Michael Rogers gehandelt, gegenwärtig Vizeadmiral der US-Marine.

Alexander war in den vergangenen Monaten für einen Geheimdienstchef ungewöhnlich stark ins Blickfeld der Öffentlichkeit geraten. Grund sind die seit Anfang Juni andauernden Enthüllungen auf Basis der Dokumente des NSA-Whistleblowers Edward Snowden, die das System der totalen Kommunikationsüberwachung durch Dienste der USA und westlicher Geheimdienste aufdecken.

Keith Alexanders "Brücke"

(Bild: Foreign Policy)

Alexander, der seit 2005 im Amt ist und die Programme damit maßgeblich mitverantwortet, hat sie mehrfach gegen Kritik verteidigt und sich gegen eine Verringerung der Aktivitäten ausgesprochen. Wobei es in der Diskussion in den Vereinigten Staaten fast nur um die Überwachung von US-Bürgern geht. Dass Ausländer, also etwa auch Europäer ausspioniert werden, wird selten in Frage gestellt. Für Irritationen hatten zuletzt Berichte gesorgt, denen zufolge Alexander sich ein ein Kontrollzentrum im Stile der Science-Fiction-Vorlage aus Star Trek einrichten ließ. (mho)