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NSA-Skandal: Staatsanwaltschaft ermittelt nach Angriff auf Provider

Nachdem enthüllt worden war, dass sich der britische Geheimdienst GCHQ wohl bei mehreren deutschen Providern eingehackt hat, ist nun die Staatsanwaltschaft aktiv geworden. Im Falle von Stellar PCS ermittelt sie gegen Unbekannt.

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Nachdem der mutmaßliche Angriff des britischen Geheimdienstes GCHQ auf den Provider Stellar öffentlich gemacht wurde, hat die Staatsanwaltschaft Köln Ermittlungen gegen Unbekannt eingeleitet. Das berichtet der Spiegel und erklärt, Auslöser für diesen Schritt sei die Meldung, dass NSA und GCHQ Zugangspunkte in den Netzwerken von Stellar eingerichtet haben. In einem Video hatte das Magazin dokumentiert, wie erschüttert leitende Mitarbeiter des Unternehmens auf diese Enthüllung reagiert hatten.

Stellar versorgt vor allem abgelegene Regionen mit (Satelliten-)Internet

(Bild: Stellar PCS)

In dem ursprünglichen Bericht war auch davon die Rede, dass ähnliche geheimdienstliche Cyberangriffe auf die Deutsche Telekom und Netcologne ausgeführt worden waren. Diese Verdachtsfälle seien nun aber kein Teil des Ermittlungsverfahrens. Beide Unternehmen hatten versichert, bei einer ausführlichen Überprüfung der eigenen Systeme keine Hinweise auf solche Einbrüche entdeckt zu haben. Ähnlich hatte auch Stellar versucht, abzuwiegeln. Allen drei Unternehmen hatte auch das das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und der Verfassungsschutz Unterstützung angeboten, fügt der Spiegel hinzu. (mho)

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