NSA-Überwachung als Forschungsgegenstand

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Die NSA-Überwachung beherrscht seit Monaten die Schlagzeilen. Doch in die Empörung mischt sich eine gute Portion Ratlosigkeit. Was kann der Geheimdienst aus den gesammelten Daten wirklich schließen? Und bin ich als unbescholtener Bürger auch betroffen, fragen sich viele. Um Antworten zu finden, haben Ingenieure der Stanford University nun begonnen, die Überwachungsaktivität der NSA wissenschaftlich zu untersuchen. Im "Metaphone Project" sammeln sie dieselben Metadaten aus Mobilkommunikation wie die Datenkrake aus Maryland.

Hierfür haben die Stanford-Forscher eine App entwickelt, die Teilnehmer an dem Massenexperiment auf ihrem Smartphone installieren. Die App übermittelt dann der Forschungsgruppe Kopien der Verbindungsdaten eines Nutzers – also die Uhrzeiten von Anrufen und Kurznachrichten sowie die Aktivitäten in Facebook. Mit Hilfe von Data-Mining-Verfahren wollen die Ingenieure dann herausfinden, welche aufschlussreichen Informationen über den Alltag sich aus den Daten herausfiltern lassen.

„Unsere Arbeitshypothese ist, dass Metadaten vollgestopft sind mit praktischen Informationen“, sagt Jonathan Mayer, einer der Initiatoren des Metaphone Project. Erste, jetzt veröffentlichte Ergebnisse stützen seine Hypothese. Schon aus den wenigen Daten, die bislang über die App eingegangen sind, konnten Mayer und seine Kollegen erkennen, ob ein Nutzer in einer Beziehung lebt oder nicht.

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(nbo)