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Nach Hack: Computersystem des Bundestags wird tagelang abgeschaltet

Um die Folgen der Cyber-Attacke auf den Bundestag zu beheben, muss das IT-System in der Sommerpause für mehrere Tage abgeschaltet werden. Wann das genau passieren wird, ist aber noch nicht klar. Außerdem will das Parlament bessere Sicherheitssysteme.

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(Bild: dpa, Karl-Josef Hildenbrand/Archiv)

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Wegen der Cyber-Attacke auf den Bundestag muss das IT-System des Parlaments für mehrere Tage abgeschaltet werden. Ein Sprecher des Bundestags bestätigte Informationen von Spiegel Online, wonach die Neuaufsetzung des IT-Systems in der parlamentarischen Sommerpause (6. Juli bis 28. August) beginnt.

In einer E-Mail hat Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) am Donnerstag an die Abgeordneten geschrieben: "Dies wird in einer bestimmten, zeitlich heute noch nicht genauer eingrenzbaren Phase dazu führen, dass das gesamte IT-System am Sitz des Bundestages für voraussichtlich vier bis fünf Tage nicht zur Verfügung stehen wird."

Vor anderthalb Monaten war bekannt geworden, dass Bundestagscomputer das Ziel einer beispiellosen Cyberattacke geworden waren. Unbekannte hatten einen Trojaner ins Netzwerk eingeschleust und Daten abgezweigt. Wer hinter dem Angriff steckt, ist noch immer ungeklärt. In Lammerts E-Mail, die der dpa vorliegt, heißt es, in den vergangenen drei Wochen seien keine neuen Aktivitäten des Angreifers festgestellt worden. Trotzdem könne noch keine Entwarnung gegeben werden.

Gegenüber Spiegel Online hat Lammert demnach auch noch erklärt, dass die Bundestagsverwaltung als Reaktion auf den Angriff künftig "eigene Sicherheitssysteme" einsetzen will. Bis die aber einsatzbereit sind, wolle man das besser gesicherte Netz der Bundesregierung mitnutzen. (mho)