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Nach Kritik: Twitter ändert Pläne, Accounts zu löschen

Nachdem Twitter angekündigt hatte, nicht-aktive Accounts zu löschen und die Namen wieder frei zu geben, rudert das Unternehmen nach Kritik zurück.

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(Bild: InFootage.com/Shutterstock.com)

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Twitter konkretisiert und revidiert zum Teil die Pläne, nicht-aktive Accounts zu löschen und deren Nutzernamen wieder frei zu geben. Das Unternehmen erklärt in mehreren Tweets, dass zunächst nur Nutzer in der EU betroffen sein würden. Allerdings setzt Twitter das Löschen aus, bis eine Möglichkeit gefunden wurde, Konten von Verstorbenen in eine Art Gedenkzustand zu versetzen. Diesbezüglich gab es besonders viel Kritik von Nutzern auf Twitter. Tweets würden mit den Konten verschwinden.

Der Hintergrund für die Aktion sei laut Twitter die europäische Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Nutzer müssen in die Verarbeitung ihrer Daten einwilligen und bei Änderungen erneut zustimmen. Twitter forderte eine solche Zustimmung, die entsprechend bei inaktiven Konten ausblieb.

Als inaktiv gilt, wer sich ein halbes Jahr lang nicht eingeloggt hat, besagt eine extra Richtlinie von Twitter. Darin geht es auch um die Neuvergabe von Namen. Anfragen, scheinbar inaktive Nutzernamen überschreiben zu können, akzeptiert das Unternehmen grundsätzlich nicht.

Twitter hatte angekündigt, inaktive Konten ab dem 11. Dezember zu löschen und die Namen wieder freizugeben. Den Stichtag hatte eine Sprecherin bestätigt. Betroffene Nutzer bekamen zuvor Mails mit dem Hinweis, sich einzuloggen, sollten sie ihr Konto behalten wollen. (emw)