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Nach Protesten: WhatsApp und 21 Internetdienste im indischen Kaschmir-Tal blockiert

Die Regierung des nordindischen Bundesstaats Jammu und Kaschmir hat die Blockade von insgesamt 22 Internetdiensten angeordnet, um lokale Proteste gegen die Sicherheitskräfte einzudämmen. Vorher war schon der Mobilfunk gedrosselt worden.

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Nach Protesten: WhatsApp und Dutzende Internetdienste im Kaschmir-Tal blockiert

Angesichts nicht nachlassender Proteste gegen Polizeigewalt hat die lokale Regierung die Blockade von insgesamt 22 Internetdiensten im nordindischen Kaschmir-Tal angeordnet. Betroffen sind unter anderem Facebook, Twitter, WhatsApp und Google+. Der Schritt folgt auf eine Anordnung, mit der bereits der Mobilfunk für die Bewohner des Bundesstaats gedrosselt wurde, indem 3G- sowie 4G-Dienste abgeschaltet wurden, berichtet die Hindustan Times. Demnach hat die Regierung des Bundesstaats nun angeordnet, dass für mindestens einen Monat keinerlei Inhalte über die betroffenen Dienste an Personen in diesem Gebiet weitergeleitet werden dürfen.

Proteste gegen die Sicherheitskräfte sind in Indien nichts neues und auch Internetdienste werden immer wieder blockiert. Die zuständige Regierung des Bundesstaats Jammu und Kaschmir beruft sich in ihrer Anordnung nun auf ein Gesetz aus dem Jahr 1885. Sie will damit Proteste eindämmen, die auch durch das Vorgehen der Sicherheitskräfte immer wieder angeheizt wurden. Zuletzt hatte eine Gruppe Soldaten einen jungen – nach eigenen Angaben zufällig anwesenden – Mann auf die Kühlerhaube ihres Jeeps gebunden und ihn stundenlang als Warnung an andere durch die Gegend gefahren. Ein Video davon verbreitete sich rasant und heizte die Stimmung zusätzlich an, schreibt die Zeitung. (mho)

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