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Nach Wannacry: Telekom-Chef fordert Gesetz zur Bereitstellung von Sicherheits-Updates

Telekom-Chef Tim Höttges verspricht schnelleren Service der Telekom und verlangt eine Meldepflicht für Sicherheitslücken, sowie eine Verpflichtung der Hersteller von Hard- und Software zur Bereitstellung von Sicherheits-Updates.

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Nach Wannacry: Telekom-Chef fordert Gesetz zur Bereitstellung von Sicherheitsupdates

Telekom-Chef Tim Höttges will die Kunden nicht mehr so lange warten lassen. Er fordert auch ein Gesetz zu Sicherheits-Updates

(Bild: dpa, Marius Becker)

Die jüngste Cyberattacke mit dem Virus WannaCry müsse Folgen für die Sicherheitsauflagen in der Telekommunikationsbranche haben, verlangt Telekom-Chef Timotheus (Tim) Höttgens in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. So solle man Hard- und Softwarehersteller per Gesetz zur Bereitstellung von Sicherheits-Updates verpflichten. "Wir brauchen eine Meldepflicht für Sicherheitslücken, die muss auch staatliche Sicherheitsbehörden umfassen". Die Erpressungssoftware Wanna Cry hatte sich kürzlich auf hunderttausenden Rechnern weltweit eingenistet und dort Daten verschlüsselt – bei Unternehmen ebenso wie in Krankenhäusern oder bei Privatnutzern.

Außerdem, so Höttges, will die Deutsche Telekom ihre Kunden bei vereinbarten Terminen mit Technikern nicht mehr so lange warten lassen. So soll das Erscheinen der Servicekräfte – das sich vorab oft schwer genau abschätzen lässt – für die Auftraggeber besser planbar werden. "Unsere Kunden sollen nicht mehr den ganzen Tag auf unsere Techniker warten und dafür im Zweifelsfall sogar einen Urlaubstag opfern müssen", so Höttges.

Er würde gern versprechen, dass sich der konkrete Termin auf zwei bis drei Stunden eingrenzen lässt – vorausgesetzt allerdings, das lasse sich so realisieren. Die Wartezeit solle schrittweise kürzer werden. Das Unternehmen sei dabei, ein entsprechendes Programm umzusetzen.

Höttges weiß nach eigener Darstellung, wo die Probleme liegen, weil er persönlich Kundenbeschwerden kenne. "Ich habe jeden Tag ungefähr zehn Beschwerden, die ich selbst beantworte», sagte er der Zeitung.

(as)

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