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Nachgemessen: Namenloser Himmelskörper ist nun drittgrößter Zwergplanet

Astronomen haben nachgemessen und dadurch den drittgrößten Zwergplaneten unseres Sonnensystems entdeckt: 2007 OR10 ist demnach doch deutlich größer als Haumea und Makemake und hat nun wohl auch einen Namen verdient.

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Zwergplaneten

Die größten bekannten Zwergplaneten

(Bild: Konkoly Observatory/András Pál, Hungarian Astronomical Association/Iván Éder, NASA/JHUAPL/SwRI)

Durch die Kombination von Forschungsdaten zweier Weltraumteleskope hat eine Gruppe von Astronomen herausgefunden, dass der bislang noch namenlose Zwergplanet 2007 OR10 deutlich größer ist als bislang angenommen. Der Himmelskörper hat demnach einen Durchmesser von 1535 Kilometern und nicht – wie bislang gedacht – von 1280 Kilometern, berichtet die NASA. Damit ist 2007 OR10 nun doch größer als Makemake und in Bezug auf sein Volumen auch als der unförmige Haumea. Mit Eris und Pluto sind derzeit lediglich zwei Zwergplaneten in unserem Sonnensystem bekannt, die noch größer sind.

Für ihre Messungen kombinierten die Forscher Daten des ESA-Teleskops Herschel und des NASA-Teleskops Kepler. Dank der Messung des reflektierten Sonnenlichts (Kepler) und des erst als Hitze zurückgestrahlten Anteils davon (Herschel) habe man nicht nur herausfinden können, wie groß 2007 OR10 ist, sondern auch wie stark er insgesamt reflektiert. Demnach ist er deutlich dunkler als andere Zwergplaneten. Seine charakteristische rote Färbung könnte von Methaneis an der Oberfläche kommen. Damit wisse man nun so viel über das transneptunische Objekt, dass man über einen Namen nachdenken könne, bilanziert mit Meg Schwamb eine Entdeckerin des Himmelskörpers – der dieses Recht mit zusteht.

Keplers Beobachtung von 2007 OR10

(mho)

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