Menü

Nachwuchswettbewerb: Die besten "Innovatoren unter 35" stehen fest

Raketen aus dem 3D-Drucker, die erste Programmier-Uni Deutschlands, Software für Quantencomputer: Technology Review kürte die besten "Innovatoren unter 35".

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 17 Beiträge
Von

Von einem Raketentriebwerk aus dem 3D-Drucker, über die erste Hochschule fürs Programmieren in Deutschland bis hin zu einer Software für Quantencomputer: Die in diesem Jahr gekürten Preisträger im Wettbewerb "Innovatoren unter 35" decken mit ihren Ideen eine große Bandbreite ab. Das Innovationsmagazin Technology Review lobte die Auszeichnung in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal aus.

Ursprünglich hatte den Nachwuchswettbewerb die US-amerikanische MIT Technology Review ins Leben gerufen. Er gilt als eine der renommiertesten Auszeichnungen für junge Innovatoren. Schon Facebook-Gründer Mark Zuckerberg und Daniel Ek von Spotify wurden damit ausgezeichnet. Unter den deutschen Preisträgern waren bisher unter anderem Daniel Wiegand, Gründer des Elektrotaxi-Anbieters Lilium; Andreas Kunze vom Internet der Dinge-Startup Konux; oder Svenja Hinderer, die eine mitwachsende Herzklappe entwickelte.

  • Daniel Metzler (27) entwickelt eine Rakete, um ganze Schwärme aus Mini-Satelliten ins All zu bringen. Ihr Triebwerk fertigt der Gründer von Isar Aerospace im 3D-Drucker.
  • Isabel ­Schellinger (31) hat ein lebens­bedrohliches Leiden im Visier: Gefäßerweiterungen der großen Bauchschlagader. Die Gründerin des Start-up Angiolutions hat einen­ Stabilisator für das Blutgefäß entwickelt.
  • Daniel Leidner (32) vom Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrum hat Robotern beigebracht, selbstständig zu handeln, etwa auf Raumfahrtmissionen oder für die Altenpflege.
  • Tim Böltken (34) macht Greenwashing – aber richtig. Die Anlage seines Startups Ineratec verwandelt klimaschädliche Abgase in wertvolle Rohstoffe und passt dabei in einen Container.
  • Maria Sievert (29) gibt Geleitschutz für Gewebeproben. Bei im Labor vertauschten Gewebeproben kann es für Patienten schnell um Leben und Tod gehen. Die Gründerin von Inveox verhindert die fatalen Irrtümer.
  • Michael Baumann (30) hat einen Weg gefunden, die Batterien von Elektroautos haltbarer zu machen. Der Mitgründer von Twaice macht Akkus so günstiger und umweltfreundlicher.
  • Sebastian Zanker (31) zähmt die Quantenwelt. Der CTO von Heisenberg Quantum Simulations schreibt Software für Quantencomputer. Erste Unternehmen nutzen sie bereits.
  • Andreas Bihlmaier (31) hat Roboter entwickelt, die jeder für seine Bedürfnisse selbst zusammenstecken kann. Der Gründer von Robodev macht Automatisierung damit fast so einfach wie ein Lego-Spiel.
  • Miriam Haerst (32) hat einen 3D-Drucker entwickelt, um Implantate für die Medizin herzustellen. Die Gründerin von Kumovis ermöglicht so maßgeschneiderte Prothesen.
  • Thomas Bachem (33) gefiel nicht, was er an deutschen Universitäten vorfand. Also gründete er seine eigene: die CODE University. Mittlerweile ist sie eine staatlich anerkannte Privatuniversität mit derzeit 230 Studierenden.

Die Preisverleihung findet am 6. September ab 17.30 Uhr im Rahmen der StartupNight in der Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom statt. Dort wird auch der "Innovator of the Year" und der "Social Innovator of the Year" bekannt gegeben. Für alle Angemeldeten ist die Teilnahme kostenfrei.

(jle)