CES

Nächste Windows-Version: Über den x86-Tellerrand

Auf der traditionellen CES-Auftakt-Keynote konzentrierte sich Microsoft-Chef Steve Ballmer vorrangig auf die Kinect-Kamera für die Xbox 360 sowie auf das Windows Phone 7. Die spektakulärste Ankündigung war jedoch: Das neue Windows wird auf SoC-Architekturen von AMD, Intel und ARM laufen.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 537 Beiträge
Von
  • Jan-Keno Janssen

Gewohnt dynamisch: Steve Ballmer während der CES-Keynote.

(Bild: Jan-Keno Janssen / heise online)

Künftige Windows-Versionen werden nicht mehr ausschließlich auf x86-Plattformen laufen – das war die wohl spannendste Ankündigung der CES-Auftaktrede von Microsoft-Chef Steve Ballmer in Las Vegas. Bereits am Nachmittag (Ortszeit Las Vegas) hatte Microsoft seinen Kurswechsel im kleinen Kreis bekanntgegeben, bevor man am Abend den Zuschauern im vollbesetzten Hilton Center eine frühe Version der neuen Betriebssystem-Version präsentierte.

Fünf unterschiedliche System-on-a-Chip-Prototypen von Qualcomm, Texas Instruments, Nvidia, AMD und Intel hatte Ballmer im Gepäck, auf allen lief – erstaunlich flüssig – die neue Windows-Version. Optisch gab es allerdings keine Überraschungen: Als Benutzeroberfläche kam (noch) die von Windows 7 zum Einsatz. "Egal welche Hardware, Windows ist schon da", fasste Ballmer Microsofts Paradigmenwechsel zusammen.

Dennoch: Dass Windows für Microsoft längst nicht mehr allein im Mittelpunkt steht, machte schon die Dramaturgie der Keynote deutlich. Wesentlich ausführlicher als der Windows-Evolution widmeten sich Ballmer und seine Kollegen nämlich Spielkonsolen und Smartphone-Betriebssystemen: So wurde im Detail demonstriert, wie die kommende Copy-und-Paste-Funktion von Windows Phone 7 funktioniert.

Etwas weniger dynamisch: Ballmer als Kinect-Chat-Avatar.

Noch erschöpfender ging Ballmer auf die Xbox 360 inklusive Zubehör ein: Die erst kürzlich vorgestellte Kinect-Kamera habe sich bislang über acht Millionen Mal verkauft, berichtete der 54-jährige Microsoft-Chef stolz. Prognostiziert waren zum Verkaufsstart "nur" fünf Millionen Stück. Angefeuert vom Kinect-Hype schnellten offenbar auch die Verkaufszahlen der Xbox 360 in die Höhe. Weltweit habe man inzwischen 50 Millionen Geräte absetzen können. Die Anwendungsmöglichkeiten von Kinect sollen ständig weiter ausgebaut werden. So kann man künftig per Handbewegung oder Sprachbefehl durch seine Mediensammlung navigieren. Außerdem kündigte Microsoft eine neue Chat-Funktion an: "Avatar Kinect" überträgt Gestik und Mimik auf animierte Figuren, die sich in virtuellen Räumen zum Plausch treffen.

Zu Details von Windows 7 auf neuen Hardware-Plattformen und zu den Neuerungen bei Kinect siehe auch:

(jkj)