Menü

"NailO": Das Touchpad am Daumennagel

Das MIT Media Laboratory hat ein winziges Touchpad entwickelt, das auf den Daumennagel geklebt wird. Das Wearable ist ein kompletter Computer mit Prozessor, Akku und Bluetooth-Antenne.

Von
vorlesen Drucken Kommentare lesen 14 Beiträge
Trackpad am Daumennagel

Mit NailO können Eingaben wie mit einem Trackpad gemacht werden.

(Bild: MIT Media Lab)

Eine Forschungsgruppe am MIT Media Laboratory hat ein Eingabegerät für den Daumennagel entwickelt. Das kleine Wearable namens NailO ist mit Mikrocontroller, Bluetooth, Akku und kapazitiver Touchfläche ausgestattet. Das Gerät im Daumennagelformat wird dann wie die in Asien beliebten Nagelsticker einfach aufgeklebt.

Das drahtlose Eingabegerät kommuniziert per Bluetooth mit Smartphone oder Notebook. So kann man Befehle an die digitalen Begleiter geben, obwohl man die Hände voll hat. Als weitere Anwendung geben die Entwickler unauffällige Eingaben an, beispielsweise um in einem Meeting den Kindern eine Nachricht zu schicken. Mit wechselbaren Dekors soll NailO zum modischen Accessoire werden.

NailO vom MIT Media Laboratory (4 Bilder)

Der NailO Minicomputer besteht aus vier Schichten. Die oberste Schicht enthält das individuelle Design. Die Platine war beim ersten Prototypen noch eine feste Platine.
(Bild: MIT Media Lab)
Elektronik auf kleinstem Raum

"Der schwerste Teil war das Antennendesign", erklärt Artem Dementyev, Kopf der Forschergruppe hinter dem Wearable. "Man muss die Antenne weit genug von den Mikrochips platzieren, damit sie diese nicht stört." Deswegen plant das Team auch die drei separaten Bausteine für Prozessor, Bluetooth und Trackpad in einem Chip zu vereinen, um den Daumennagelcomputer noch schlanker zu machen.

Zusätzlich muss das Gerät auch noch stromsparender werden. Die Forscher möchten einen Akku einsetzen, der nur einen halben Millimeter dick ist. Damit dieser nicht zu schnell leer ist, darf das Wearable nur eingeschaltet werden, wenn es gebraucht wird. Eine Berührung des Daumennagels für zwei oder drei Sekunden scheint laut einer Studie der Forscher genug zu sein, um ein unabsichtliches Aktivieren des Geräts auszuschließen.

(pmk)

Anzeige
Anzeige