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Namenlose AMD-Radeon-Grafikkarte schlägt GeForce RTX 2080 Ti in OpenVR Benchmark

Mit kommenden Grafikkarten möchte AMD wieder mit Nvidias High-End-GPUs konkurrieren. Einen ersten Ausblick könnte der OpenVR Benchmark bieten.

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(Bild: Carsten Spille / c't)

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Mit AMDs aktueller Grafikarchitektur RDNA sollen künftig auch Grafikkarten erscheinen, die es mit den schnellsten Nvidia-Modellen wie der GeForce RTX 2080 Ti aufnehmen können. Dies bekräftigte AMDs Firmenchefin Lisa Su ein weiteres Mal auf der Technikmesse CES 2020: "Ihr solltet eine High-End-Navi-GPU erwarten. […] Der Markt mit eigenständigen Grafikkarten, besonders im High-End, ist uns sehr wichtig", zitiert die Webseite AnandTech Su.

Im DirectX-11-Grafiktest OpenVR Benchmark wurde nun ein Ergebnis gemeldet, das mit einem Vorserien-Prozessor von AMD, einer unbekannten Radeon-Grafikkarte und der VR-Brille HTC Vive entstanden ist. Der Clou: Die AMD-GPU erreichte bei einer Render-Auflösung von 1512 × 1680 Pixeln rund 103 Bilder pro Sekunde; eine übertaktete GeForce RTX 2080 Ti kommt nur auf 88 fps (-15 Prozent).

Bei der CPU handelt es sich laut Codenamen um ein Engineering Sample des Achtkern-Mobilprozessors Ryzen 7 4800H. Der Benchmark könnte die integrierte Vega-Grafikeinheit erkannt haben, diese erreicht aber nicht eine so hohe Leistung. Denkbar wäre daher eine offene Testplattform mit eigenständiger GPU beziehungsweise der Einsatz eines externen Grafikkarten-Gehäuses. Da der anonyme Tester offenbar Zugriff auf ein AMD-Engineering-Sample des Ryzen 7 4800H hat, liegt die Vermutung nahe, dass er auch eine "Big Navi"-GPU von AMD und nicht etwa eine unveröffentlichte GeForce-Grafikkarte besitzt.

Der Entwickler des OpenVR Benchmarks bestätigte die Echtheit des Ergebnisses und merkt an, dass die Radeon-Grafikkarte fast 30 Prozent schneller abschneidet als eine GeForce RTX 2080 Ti mit Standard-Taktfrequenzen.

Allerdings ist auch Nvidia nicht untätig. Die IT-Branche erwartet dieses Jahr die neue GPU-Generation mit Codenamen Ampere, bei der Nvidia von TSMCs 12-Nanometer-Prozess auf die Fertigungsgeneration mit Strukturbreiten von 7 nm wechseln dürfte. AMD muss also nicht nur die 15 Monate alte GeForce RTX 2080 Ti schlagen, sondern auch mit dem Nachfolger mithalten können. (mma)