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Nanotech-Visionär beruhigt Kritiker

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Eric Drexler, Pionier und Visionär der molekularen Nanotechnologie, hat in einem Aufsatz für das Fachmagazin Nanotechnology Kritiker der Nanotechnologie beruhigt. Die Furcht vor sich verselbständigenden Nano-Maschinen führe in die falsche Richtung, hält Drexler diesen Kritikern entgegen. Sich selbst replizierende Nanomaschinen -- so genannte Assembler--, die besonders durch einen Artikel im Hightech-Magazin Wired berühmt wurden, seien für die molekulare Nanotechnologie nicht wirklich nötig, argumentiert er gemeinsam mit seinem Kollegen Chris Phoenix.

Zwar habe er selbst solche -- fiktiven -- Maschinen Mitte der achtziger Jahre postuliert, aber mittlerweile sei klar, dass es bei weitem effizientere Möglichkeiten der Nano-Produktion gebe. In so genannten Nanofabriken würden beispielsweise verschieden "autoproduktive" mikroskopische Komponenten makroskopisch zusammengefasst und mit Informationen und Rohstoffen versorgt. Die Gefahr, dass eine "solche Maschinen sich selbstständig macht und Menschen frisst", sei verhältnismäßig gering. Trotzdem sei die molekulare Nanotechnologie nicht ungefährlich, so Drexler weiter. Man müsse sich aber mehr Gedanken darum machen, dass, diese Technologie möglicherweise zur Konstruktion neuartiger Waffen verwendet werden kann. (wst)