Menü

Napster: Plattenindustrie erfüllt ihre Pflichten nicht

vorlesen Drucken Kommentare lesen 73 Beiträge

Der Filesharing-Anbieter hat der zuständigen Richterin Mary Hall Patel versichert, dass die vor knapp zwei Wochen installierten Filter gegen unberechtigt getauschte Dateien funktionierten. Nach eigenen Angaben filtert Napster derzeit rund 230.000 Songs beziehungsweise etwa 1,3 Millionen Dateinamen. Dies habe dazu geführt, dass der durchschnittliche Napster-User statt vorher 220 Dateien nur noch etwa 110 Dateien zum Tausch anbiete, erklärte der Tauschbörsen-Anbieter gestern in einem Bericht an das nordkalifornische Bezirksgericht.

Vorwürfe richtete Napster allerdings gegen die Plattenfirmen: Diese sabotierten Napsters Bemühungen durch unkomplette Listen, falsche Dateinamen und unberechtigte Forderungen. So hätten es nahezu alle Plattenfirmen versäumt, Napster mit den nötigen Dateinamen der zu sperrenden Songs zu versorgen. In einigen Fällen haben die Plattenfirmen laut Napsters Bericht auch die Sperrung von Titeln gefordert, deren Copyright sie gar nicht besitzen.

Den Plattenfirmen gehen die Filter dagegen erwartungsgemäß noch nicht weit genug. In der Kritik von Napster an den von ihnen übermittelten Informationen sehen sie eine bloße Hinhaltetaktik.

Mehr in Telepolis: Immer Ärger mit Filtern (Janko Röttgers)/ (ame)