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National Roaming von O2 und E-Plus: Beide Netze nutzen

Handykunden des Telefonanbieters Telefonica können seit Mitte April auf eine Kombination der UMTS-Netze von O2 und E-Plus zurückgreifen. Auch Discounterkunden profitieren.

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National Roaming von O2 und E-Plus: Beide Netze nutzen

(Bild: dpa, Carsten Rehder)

Zwischen den beiden Mobilfunknetzen von O2 und E-Plus gibt es jetzt "National Roaming": Das Handy bucht sich in das andere Netz ein, wenn der Empfang im einen zu schlecht wird. Vor allem in Gebäuden und ländlichen Regionen soll das eine bessere Netzversorgung ermöglichen. Geplant ist langfristig ein gemeinsames Netz – allerdings erst in den kommenden Jahren. Bis dahin helfen diese Tipps zum National Roaming:

  • Die Verbraucher sollen beim O2-/E-Plus-Roaming immer in das jeweils bessere Netz wechseln - das klappt bisher aber nur mit UMTS (3G) und nicht mit dem schnelleren LTE. Eine Anmeldung für die Netzkombination ist laut Telefonica nicht notwendig. "Alle Kunden werden automatisch für das National Roaming freigeschaltet und müssen bei automatischer Netzwahl nichts Weiteres tun, außer ihr Endgerät einmal aus- und wieder einzuschalten", sagte Sprecherin Ursula Buczek. Das Angebot gilt demnach für Kunden von O2 ebenso wie für Kunden von E-Plus und Partnermarken, die ebenfalls auf eines der beiden Netze zurückgreifen. Dazu zählen Anbieter wie Fonic, simyo und Aldi Talk oder auch die Angebote der Drillisch AG wie helloMobil, Phonex oder maXXim.
  • Informiert werden über den Netzwechsel allerdings nur O2-Kunden. Die sehen auf ihrem Display ein + hinter dem Netzstatus, wenn sie gerade eine Datenverbindung von E-Plus nutzen. Für die Kunden anderer Marken sei das aus technischen Gründen noch nicht möglich, sagte Buczek.
  • Manche Handys warnen möglicherweise beim Roaming. Zusätzliche Kosten entstehen nach Angaben des Unternehmens durch die doppelte UMTS-Versorgung aber nicht – unabhängig von der Marke und dem Tarif. Man kann die Roaming-Warnung also abschalten oder ignorieren. Allerdings empfiehlt sich das nicht, wenn man sich in Grenznähe aufhält, weil es dann tatsächlich einmal passieren könnte, dass das Handy sich unbemerkt in ein teureres ausländisches Netz einbucht. Hier kann es helfen, sich für eines der beiden Netze zu entscheiden, und es manuell einzustellen. Dann profitiert man allerdings auch nicht mehr vom National Roaming.

(bo)