Native Instruments: Reaktor 6 vereinfacht den Bau eigener Software-Synthesizer

Mit den neuen modularen Blöcken des Reaktor-Baukastens von Native Instruments lassen sich Synthesizer und Effekte leicht selbst bauen. Unser Video-Tutorial gibt einen ersten Eindruck.

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(Bild: c't)

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Der Berliner Software-Entwickler Native Instruments veröffentlicht am heutigen Mittwoch eine neue Version seines virtuellen Klangbaukastens Reaktor. Der neue Reaktor 6 vereinfacht das Verdrahten eigener Synthesizer und Effekte mit den sogenannten Reaktor Blocks. Das sind 30 Klangerzeuger, Step-Sequencer, Hüllkurven, Filter und LFOs, mit denen sich deutlich einfacher als bisher modulare Software-Synthesizer bauen lassen. Die fertigen Instrumente lassen sich dann über Reaktor in anderen Musik-Programmen nutzen.

Besonders gelungen ist die neue Integration in Native Instruments Maschine und Komplete Kontrol. Dort lassen sich die Reaktor-Block-Kreationen direkt auswählen und Klangparameter mit den Reglern bedienen. Als eigenständige Plug-ins lassen sich die fertigen Instrumente leider nicht exportieren, sie können jeweils nur in der Reaktor-Umgebung geladen und in andere Programme eingebunden werden.

Mit den neuen Reaktor Blocks lassen sich Software-Synthesizer wie auf einem modularen Euro-Rack zusammenstöpseln.

(Bild: c't)

Die neuen Blöcke bringen deutlich schickere Bedienoberflächen mit. Darunter findet man etwa auch Module aus dem Monark-Synthesizer, den Driver-Filter oder ein Delay und Reverb aus Rounds. Wie gewohnt lassen sich mit Reaktor aber auch eigene Blöcke verschalten. Der Editor geht dabei auf verschiedenen Hierarchiestufen bis zu einzelnen Schaltelementen hinunter. Die eigenen Klangmaschinen kann man dann online mit anderen Nutzern tauschen.

Reaktor 6 im Überblick Unser 10-Minuten-Tutorial zeigt, wie man mit Reaktor 6 einen kleinen eigenen Synthie bastelt.

Altgediente Reaktor-Bastler freuen sich über die bessere Übersicht von Reaktor 6. Die klare Bus-Struktur und neue Farb-Schemata erleichtern den Überblick über die komplexen Schaltungen. Zudem hat Native den Umgang mit Samples deutlich vereinfacht. Über ein Table-Framework lassen sich Sound-Dateien nun per Drag-&-Drop auf ein Instrument oder Ensemble ziehen.

Native Instruments hat zudem den Preis von Reaktor halbiert. In der Vollversion kostet Reaktor 6 nur noch 200 Euro, das Update vom Vorgänger 100 Euro. Eine neue Version der Komplete-Samlung, in der Reaktor traditionell enthalten ist, ist derzeit noch nicht in Sicht und wird wahrscheinlich erst im kommenden Jahr folgen. (hag)