Need for Speed: EA gibt Lizenz wieder an Criterion

In Zukunft darf Criterion unter der Obhut von EA wieder "Need for Speed"-Spiele entwickeln. Der bisherige Entwickler steht vor tiefgreifenden Änderungen.

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(Bild: EA)

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Die "Need for Speed"-Reihe kehrt zu Criterion zurück. Das britische Entwicklerstudio darf nun wieder Videospiele mit der bekannten Racer-Lizenz entwickeln, erklärte EA dem Branchenmagazin gamesindustry.biz. Criterion ist zwar in erster Linie für die Burnout-Spiele bekannt, hat mit "Need for Speed: Hot Pursuit" und "Need for Speed: Most Wanted" aber auch schon NFS-Spiele entwickelt.

Zuletzt hatte der schwedische Entwickler Ghost Games vier "Need for Speed"-Spiele mit bestenfalls durchwachsenem Erfolg veröffentlicht: Need for Speed: Rivals, Need for Speed 2015, Need for Speed: Payback und zuletzt das mittelmäßige Need for Speed: Heat. Dabei hatte Ghost Games bereits Unterstützung von den Rennspiel-Veteranen von Criterion: Laut gamesindustry.biz sitzt in den Büros des britischen Studios eine Entwicklergruppe, die Ghost Games bei der Entwicklung unter die Arme gegriffen hat.

Für Ghost Games geht der Entzug der NFS-Lizenz mit tiefgreifenden Veränderungen einher. Das Studio soll künftig unter dem Namen "EA Götheborg" firmieren und in erster Linie an der Technik der Frostbite-Engine arbeiten. Auch Zuarbeiten für andere Entwicklerstudios falle in den neuen Aufgabenbereich von EA Götheborg, erklärt der Publisher gegenüber gamesindustry.biz. Kreativ-Mitarbeiter sollen nach Möglichkeit zu anderen Studios umgelagert werden.

Zum Verhängnis wird Ghost Games laut EA auch der Standort im schwedischen Götheborg. Es sei schwierig, dort Entwicklertalente zu gewinnen. Das britische Guildford, wo Criterion Games sitzt, gilt hingegen als Hub für talentierte Entwickler. Dort haben neben Criterion etwa LittleBigPlanet-Entwickler Media Molecule und die "No Man's Sky"-Macher von Hello Games ihre Zentrale. Criterion gehört seit 2004 zu EA.

(dahe)