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Negativberichte über IT-Branche nehmen zu

Privatsphärenprobleme, Sicherheitslücken oder Ausbeutungsvorwürfe: IT-Firmen nähern sich vom Image her der Finanzindustrie an, heißt es in einer Studie.

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(Bild: Photo by James Traf on Unsplash)

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Banken und Finanzkonzerne haben spätestens seit der Finanzkrise von 2008 ein notorisch schlechtes Image. Doch auch die IT-Branche scheint in den jüngsten Jahren ihren vormals guten Ruf zu verspielen. Zu diesem Schluss kommt zumindest das Schweizer Forschungsinstitut Media Tenor. Es hat dazu Hunderttausende Beiträge im Fernsehen und in der Wirtschaftspresse aus den Jahren 2001 bis 2018 untersucht, die in den USA, Großbritannien und Deutschland veröffentlicht wurden, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe ("Image der Tech-Industrie auf Rekordtief").

Laut dem Report stand die Informationstechnik bis 2015 eher in einem guten Licht, danach werden die Beiträge deutlich negativer. Besonders 2017 und 2018 sei das Vertrauen auf ein Rekordtief gesunken. "Trust Meltdown" ("Kernschmelze des Vertrauens") nennen die Forscher das. Die Situation hängt wohl insbesondere damit zusammen, dass es bei Facebook, Google, Uber & Co. mittlerweile regelmäßig zu Datenskandalen kommt, zu Hacks und technischen Problemen.

Eine potenzielle Gegenmaßnahme laut Media Tenor: mehr Transparenz und mehr Kommunikation, was sich jedoch praktisch nur schwer umsetzen lässt und mit dem sich die Branche schwertut. Auswirkungen haben Negativmeldungen an der Börse (durch Kursrückschläge) und bei den Nutzern (durch Kauf- oder Verwendungsverweigerung) selbst, die sich womöglich andere Firmen suchen. Doch das ist gar nicht so einfach: Ein mit Facebook konkurrenzfähiges soziales Netzwerk fehlt ebenso wie alternative Mobilbetriebssysteme zu Android oder iOS, die den gleichen Komfort böten.

Ein schwacher Trost für die IT-Branche: Banken, Verkehrsunternehmen, Landwirtschaft und Werbung haben derzeit laut Handelsblatt ein noch schlechteres Image.

Mehr dazu bei Technology Review Online:

(bsc)