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Netbook für Schüler: Intels Classmate PC in neuer Version

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Für den Einsatz im Klassenzimmer gedacht: der Classmate PC von Intel

(Bild: Intel)

In einer Hamburger Schule hat Intel am Mittwoch die jüngste Version des vor allem für Lernzwecke entworfenen Classmate PC vorgestellt. Wie bereits die Vorversion bietet auch der Classmate PC 4 einen dreh- und schwenkbaren, berührungsempfindlichen Farbmonitor. Um 180 Grad gedreht und mit der Sichtfläche nach oben zugeklappt, verwandelt der von 8,9 auf 10,1 Zoll Diagonale gewachsene Monitor das Netbook in einen Tablet PC. Wie bisher erlaubt das Display eine Steuerung sowohl per mitgeliefertem Eingabestift als auch mit den Fingern, ohne Stift fiel die Steuerung beim Vormodell allerdings mit teils träger Reaktion auf.

Die Auflösung beträgt wie bisher Netbook-typische 1024×600 Pixel, optional soll eine Variante mit 1366×768 Bildschirmpixeln verfügbar sein. Die größere Diagonale des Monitors schlägt sich in gewachsenem Raum für die Tastatur nieder, sie soll nun ähnlich große Tastenkappen wie eine herkömmliche Notebook-Tastatur bieten. Tastatur, Touchpad und Bildschirm sind gegen Flüssigkeit geschützt, ein umgeworfenes Glas Wasser soll dem Classmate PC nichts anhaben. Stürze aus Tischhöhe kann der Computer laut Intel ebenfalls schadlos überstehen, auch dank umfangreicher Gummiarmierungen. Die Laufzeit des 4-Zellen-Akkus wurde von etwa sechs auf gut acht Stunden erweitert, das Gewicht liegt je nach Ausstattung zwischen 1,4 und 1,6 Kilogramm. Der bislang starre, weit aus dem Gehäuse herausragende Tragegriff wurde durch einen versenkbaren Griff ersetzt.

Display und Tastatur des Classmate PC 4 sind gegenüber früheren Modellen gewachsen.

Die Elektronik entspricht aktuellen Netbook-Standards. Als CPU kommt ein Atom N450 mit 1,66 GHz zum Einsatz, darüber hinaus sind 1 GByte RAM und eine 160 GByte große SATA-Festplatte an Bord. Verbindung zur Außenwelt nimmt der neue Classmate PC unter anderem über WLAN 802.11 b, g und n auf, für Videochats und andere Aufnahmezwecke gibt es eine Webcam mit 1,3 Megapixeln Auflösung. Als Standardbetriebssystem kommt Windows 7 zum Einsatz, Details zur weiteren Softwareausstattung waren bislang nicht verfügbar. Wie die Vorgängerversion wird der Classmate PC 4 voraussichtlich wahlweise mit oder ohne Betriebssystem angeboten.

Genaue Preise hat Intel bisher nicht genannt. Die Auslieferung des Classmate PC 4 soll umgehend beginnen, die Onlineshops der Distributoren dürften bald konkrete Preisangaben sowie Details zur mitgelieferten Software bereithalten. Den Endkundenvertrieb für Deutschland übernimmt Unimall, in Österreich soll der Classmate PC bei Gemdat und dem ComputerCenter Lorentschitsch erhältlich sein. Schulen können den Classmate PC in Deutschland über Tarox beziehen. (pmz)