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Netbook mit 12-Zoll-Display

Das erste Netbook mit 12 Zoll großem Display kommt von Dell, ist aber anfangs nur in Japan und den USA zu haben. Hierzulande will Dell Mitte November mit der Auslieferung des Inspiron Mini 12 genannten Modells beginnen und auch dann erst einen Preis bekannt geben.

Das Dell Inspiron Mini 12 schließt die Lücke zwischen Netbooks und Subnotebooks.

(Bild: Dell)

Das Display zeigt 1280 × 800 Punkte, deutlich mehr als die 1024 × 600 Punkte der aktuellen Netbooks mit 9- oder 10-Zoll-Display. Das Gehäuse ist mit 30 cm × 23 cm ebenfalls größer – vier Zentimeter breiter und fünf Zentimeter tiefer als das des MSI Wind U100, das bislang größte Netbook. Das Gewicht liegt bei 1,24 kg.

Der Prozessor ist ein Intel Atom Z520 statt des üblichen N270, läuft also nur mit 1,33 statt 1,6 GHz und hat einen etwas höheren Strombedarf. Der 1,6 GHz schnelle Z530 ist gegen Aufpreis erhältlich. Als Chipsatz kommt erstmals Intels speziell für die Atom-Plattform entwickelter US15W (Codename Poulsbo) zum Einsatz, der aus einem Baustein besteht und die Funktionen von Northbridge (Grafikkern, Speicherinterface) und Southbridge (Schnittstellen) integriert. Außer mit der geringeren Baufläche punktet er mit einer deutlich niedrigeren Leistungsaufnahme von unter einem Watt, während der bisher verwendete Intel 945GSE manchmal über vier Watt verbrät. Die Akkulaufzeit gibt Dell mit dreieinhalb Stunden bei einem 3-Zellen-Akku an.

Das Mini 12 wirkt etwas durchgestylter als die meisten bisherigen Netbooks, einen Trend, den Asus mit dem S101 begonnen hat.

(Bild: Dell)

Genre-untypisch bietet Dell das Mini 12 nicht mit Windows XP an, sondern mit Vista Home Basic. In Japan wird es wohl mit einer 60 GByte großen Festplatte ausgeliefert. Das WLAN funkt nach 802.11b/g-Norm ohne Draft-N-Unterstützung. Der Hauptspeicher umfasst 1 GByte. Als Schnittstellen sind 3 × USB, LAN, VGA, Audio, Kartenleser und Bluetooth enthalten, zudem eine Webcam mit 1,3 Megapixeln. In Japan liegt der Preis bei 89.800 Yen, umgerechnet etwa 760 Euro.

Ob das Inspiron Mini 12 noch unter den Begriff Netbook fällt, oder ob es ein günstiges Subnotebook mit abgespeckter Ausstattung ist, bleibt letztlich Geschmackssache. Laut Intel wäre es ein Netbook, weil die Atom-Plattform zum Einsatz kommt. Unter Microsofts Kriterien für die ULCPCs (Ultra Low Cost PCs) fällt es noch und dürfte demnach auch mit Windows XP ausgeliefert werden. Ganz so klein, leicht und vor allem billig wie die aktuellen Netbooks ist es allerdings nicht und konkurriert daher weniger mit diesen, sondern mit den wenigen anderen 12-Zoll-Subnotebooks unterhalb 1000 Euro. (jow)

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