Menü

Netflix & Co. gemeinsam nutzen und Kosten sparen

Netflix, Spotify, Steam und Co. bieten Accounts für Familien an. Wer seinen Zugang für andere freigibt, kann damit eine Menge Geld sparen – verliert aber oft die Kontrolle über die Kosten und gibt tiefe Einblicke in die Privatsphäre.

von
vorlesen Drucken Kommentare lesen 46 Beiträge
Günstiges Entertainment für die ganze Familie

Familien, aber auch viele Wohngemeinschaften und Freundesgruppen, teilen sich Streaming-Accounts wie Netflix und Spotify. Der simple Grund: Kostenersparnis. Die Anbieter von Audio- und Video-Streaming, Gaming und digitalen Büchern haben sich das aber anders gedacht -- eigentlich sollten Familien-Accounts nur einzelne Haushalte und deren Bewohner nutzen. Wer die (oft günstigere) Variante für Familien als Freundesgruppe nutzt, verstößt gegen die AGB.

Einige Dienste wie Netflix, Maxdome oder Audible bieten für Familien außerdem keine eigenen Profile mit separaten Log-Ins an, sondern nur einen gemeinsamen Zugang per Mailadresse und Passwort. So sehen alle Nutzer des Accounts, was die anderen auf Netflix gesehen haben oder zu welcher Uhrzeit ein neues Album heruntergeladen wurde. Unter dem Log-In sind auch die Kontoinformationen angelegt, mit denen jeder zusätzliche Käufe tätigen oder die Jugendschutzeinstellungen aushebeln kann.

Bei Amazon Music Unlimited erfährt man erst im Nachhinein von solchen Extra-Käufen über das eigene Konto, wie c't im Test festgestellt hat: Sobald ein Nutzer einen anderen Nutzer einlädt, folgt dieser dem Link und kann ab diesem Zeitpunkt alle digital verfügbaren Inhalte (also auch Filme oder E-Books) auf Kosten des Account-Besitzers kaufen. Über diese Käufe wird der Besitzer erst im Nachhinein informiert -- ohne zu erfahren, welcher der Mitnutzer dafür verantwortlich ist; eine Kaufschranke existiert nicht.

Im c't-Artikel "Kind bedenken, Kosten senken" finden Sie den ausführlichen Test von 14 Diensten, die Family Sharing anbieten. Darin hat c’t untersucht, wie viele Profile pro Dienst angelegt werden können, welche Kosten auf Sie zukommen und was die Jugendschutz-Voreinstellungen bringen.

Lesen Sie dazu in c't 16/17:

(lel)

Anzeige
Zur Startseite
Anzeige