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Netflix erhöht Abo-Preise in den USA

In den USA hat der Videostreaming-Anbieter die Abo-Preise angehoben. Wird Netflix bald auch hierzulande teurer?

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Netflix erhöht Preise in den USA

(Bild: Netflix)

Netflix erhöht in den USA die Abo-Preise für sein Videostreaming-Angebot zwischen 13 und 18 Prozent. Das berichtet das Wall Street Journal am Dienstag. Demnach steigt der monatliche Preis für das Standard-Abo, das ein Streaming von HD-Videos auf zwei Endgeräten ermöglicht, von 11 auf 13 US-Dollar – eine Steigerung um 18 Prozent. Die Kosten für das Premium-Abo, das UHD-Streaming auf bis zu vier Endgeräten erlaubt, steigen ebenfalls um zwei US-Dollar von 14 auf 16 US-Dollar. Beim Basic-Angebot, das bisher 8 US-Dollar kostet, zieht der Preis um einen US-Dollar auf 9 US-Dollar an und erhöht sich damit um 13 Prozent. Offenbar hat Netflix auf eine deutlichere Preissteigerung für das Streaming von Videos in SD-Qualität auf einem Endgerät im Basic-Abo verzichtet, um Einsteiger nicht abzuschrecken.

Die Preise gelten dem Bericht des Wall Street Journal nach bereits für alle neuen Netflix-Kunden. Die rund 58 Millionen Bestandskunden in den USA sollen in den kommenden drei Monaten auf die neuen Preise umgestellt werden.

Die Preiserhöhung bei Netflix hatte sich bereits im April 2018 nach der Präsentation der Geschäftszahlen für das erste Quartal angedeutet. Zwar verzeichnete das Unternehmen einen fetten Gewinn bei steigenden Nutzerzahlen, doch Netflix-Chef Reed Hastings sah bereits zu diesem Zeitpunkt Spielraum für eine neuerliche Preiserhöhung. Zuvor waren die Preise im Oktober 2017 in den USA angehoben worden, im Zuge dessen auch in Deutschland.

Hastings begründete seine Überlegungen damit, dass Netflix aufwendig und damit teuer produzierten Content erstellen müsste, um gegenüber Mitbewerbern wie Amazon Prime Video konkurrenzfähig zu bleiben und sich kommender Konkurrenz wie beispielsweise Disney und AT&T erwehren zu können. Neue Kunden könnten nur mit spektakulären Serien und Filmen gewonnen und Bestandskunden damit gehalten werden. Die aktuelle Preiserhöhung begründet Netflix deshalb mit hohen Investitionen in Eigenproduktionen.

Betroffen von der Preiserhöhung seien nach Angaben der Zeitung aber nicht nur US-Kunden, sondern auch Netflix-Nutzer in 40 lateinamerikanischen Ländern, in denen die Abrechnung in US-Dollar erfolgt. Ausgenommen seien jedoch Schlüsselmärkte wie Mexiko und Brasilien.

Ob Netflix die Preise auch in Deutschland demnächst erhöhen wird, ist derzeit nicht bekannt. Das Unternehmen experimentiert jedoch immer wieder in unterschiedlichen Regionen mit seinen Preisen für Neukunden – auch in Teilen Deutschlands. Potenziellen Neukunden werden dann höhere Abo-Preise angezeigt, um die Preisakzeptanz zu ermitteln.

Siehe dazu auch:

(olb)

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