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Netflix für Linux ist auf dem Weg

Ubuntu-14.04-Anwender erhalten derzeit ein Update für die NSS-Bibliothek libnss3, mit dem sich Netflix nutzen lässt.

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Bislang unterstützt Netflix offiziell lediglich die Desktop-Betriebssysteme Windows, Mac OS X und Chrome OS. Linux-User, die auf Netflix zugreifen wollen, brauchen dazu Googles Chrome-Browser wegen dessen Unterstützung für Encrypted Media Extensions; Firefox unterstützt diesen umstrittenen DRM-Standard des W3C bislang nicht.

Videostreaming-Dienst Netflix

Die Erwartungen an die US-amerikanische Video-Flatrate Netflix stiegen zum Deutschlandstart ins Unermessliche, vor allem Serien-Fans erhoffen sich schnelleren Zugriff auf Episoden mit Originalton. Etablierte VoD-Dienste reagierten schon im Vorfeld; die Konkurrenz wird Netflix das Leben nicht einfach machen.

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Außerdem erfordert Netflix die NSS-Bibliotheken (Network Security Services) mindestens in Version 3.16.2; die meisten aktuellen Distributionen bringen ältere Versionen mit, sodass ein manuelles Update der libnss3-Pakete nötig ist. Außerdem muss der User-Agent in Chrome angepasst werden, da Netflix Linux-Browser sonst generell abweist.

In einer Mail an die Ubuntu-Entwicklerliste hat Paul Adolph, Senior Software Engineer bei Netflix, allerdings bereits angefragt, ob Ubuntu nicht eine aktuelle libnss3-Version ausliefern könnte. Sobald die weit genug verbreitet sei, könne Netflix dafür sorgen, dass Linuxer auch nicht mehr am User-Agent fummeln müssen.

Am heutigen Montag hat nun Canonical damit begonnen, die libnss3-Version 3.17 als Security-Update an alle Ubuntu-14.04-Installationen auszuliefern. Damit dürfte das Problem mit den zu alten Network Security Services demnächst ausgeräumt sein. Jetzt ist Netflix am Zug, auch die letzte Hürde auszuräumen, sodass der User-Agent nicht mehr verändert werden muss. (odi)